Autobombe tötet russischen Soldaten nach ukrainsichen Foltervorwürfen
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Nowomoskowsk – In der russischen Kleinstadt Nowomoskowsk (Region Tula) explodierte am Freitag eine Bombe unter einem fahrenden Auto. Nach Angaben der lokalen russischen Zeitung Nowomoskowsk Today wurde dabei der Fahrer getötet. Bei dem Toten soll es sich um Roman Syromjatnikow (47) handeln – einen ehemaligen Mitarbeiter des russischen Strafvollzugs, gegen den die Ukraine schwere Foltervorwürfe erhoben hat.
Nach ersten Berichten ereignete sich die Explosion am 2. Oktober auf der Druzhby-Straße. Das Auto soll nach der Detonation noch weitergerollt und anschließend gegen einen Mast geprallt sein. Der Telegram-Kanal VChK-OGPU berichtete, der Sprengsatz sei unter der Fahrerseite angebracht worden. Am Tatort wurden zahlreiche Sicherheitskräfte sowie Fahrzeuge mit Kennzeichen des russischen Verteidigungsministeriums gesehen.
Erst später verdichteten sich die Hinweise auf Syromjatnikow als Opfer. Zunächst kamen Gerüchte über seinen Tod in verschiedenen Telegram-Kanälen auf. Später veröffentlichte die lokale Zeitung einen Nachruf auf den Veteranen des russischen Angriffskriegs.
Die Nachrichtenseite „The Insider“ bestätigte zudem, dass ein Mann mit diesem Namen in Nowomoskowsk als Lehrer tätig war und am brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine teilgenommen hatte. Syromjatnikow hatte 2023 einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterschrieben und diente bei der 106. Luftlandedivision.
Syromjatnikow soll Ukrainer gefoltert haben
Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft beschuldigt Syromjatnikow, an der Folter ukrainischer Kriegsgefangener beteiligt gewesen zu sein. Nach Angaben der ukrainischen Ermittler soll er 2022 in einer Strafkolonie in der Region Tula gearbeitet und dort gemeinsam mit anderen Russen ukrainische Gefangene misshandelt haben. Die Ermittler sprechen von mindestens 50 Opfern und werfen ihm unter anderem Schläge und den Einsatz von Elektroschocks vor. Ob der Anschlag mit den Foltervorwürfen zusammenhängt, ist bislang nicht bekannt.