Autoindustrie: 175.000 Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau
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Düsseldorf – Rund 175.000 Beschäftigte der Autoindustrie haben am Montag bundesweit gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Die Gewerkschaft IG Metall organisierte etwa 280 Aktionen – von Betriebsversammlungen bis hin zu Kundgebungen vor Werkstoren und Demonstrationen. Das Motto: „Zukunft statt Kahlschlag“.
Die Beschäftigten zogen unter anderem vor die Zentralen der großen Autobauer sowie Werke von Zulieferern. Doch was bringt die Menschen so auf die Palme? Der Aktionstag richtete sich gegen Jobabbau, mögliche Werkschließungen und Forderungen nach längeren Arbeitszeiten.„Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben“, sagte IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner.
„Die Managements müssen endlich begreifen: Leute rausschmeißen wird die Wirtschaft nicht retten“, richtete sich Benner direkt an die Unternehmensführungen.
Gleichzeitig verlangt die Gewerkschaft von den Unternehmen, ihre Strategien an veränderte Märkte anzupassen. Die IG Metall kritisierte Angriffe auf die 35-Stunden-Woche, Tarifverträge und Mitbestimmung als „in der Sache falsch, nicht zielführend und ungerecht“.
Von der Bundesregierung fordert die Gewerkschaft unter anderem klare Vorgaben, dass ein Mindestanteil der Produkte in Deutschland produziert werden muss. Zudem müsse die Rente für 45 Versicherungsjahre erhalten bleiben.
Zehntausende sind betroffen
Fast überall verschwinden Arbeitsplätze - in der deutschen Autoindustrie geht das derzeit aber schneller als in jedem anderen Industriezweig. Zum Ende des ersten Halbjahres waren in einer von Deutschlands Leitbranchen noch 691.500 Menschen beschäftigt - und damit so wenig wie noch nie seit Beginn der vergleichbaren Statistikreihe im Jahr 2005.