Autoindustrie: Die Zukunft von BMW und Mercedes hängt an diesen Computerchips
Düsseldorf, München. Die Nachricht vom Stellenabbau bei BMW Ende Juli hatte für Schlagzeilen gesorgt. Beinahe untergegangen ist daneben eine zweite Ankündigung, die für die Zukunft des Autobauers eine wichtige Rolle spielt: BMW und der US-Chipkonzern Qualcomm bauen ihre Zusammenarbeit aus.
Der Autobauer hat das Tech-Unternehmen als Lieferanten ausgewählt für Hochleistungsprozessoren für Fahrerassistenzsysteme, aber auch für das Infotainment für die nächste Fahrzeuggeneration. Ab dem Beginn der 2030er-Jahre sollen die mit den neuen Qualcomm-Prozessoren ausgerüsteten Autos anlaufen. Schon seit fünf Jahren arbeiten BMW und Qualcomm im Bereich der Assistenzsysteme zusammen, die Kooperation im Infotainment ist neu.
Nach Einschätzung des französischen Marktforschers Yole erzielten die Halbleiterproduzenten im vergangenen Jahr einen weltweiten Umsatz von 77 Milliarden Dollar mit Autochips. Ihrer Erwartung zufolge werden sich die jährlichen Erlöse bis 2031 auf 160 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln.