Autoindustrie: Möglicher Rettungsplan für Audi-Werk in Neckarsulm
Düsseldorf. Seit die Dimensionen von Oliver Blumes Sparplänen für den Volkswagen-Konzern bekannt sind, herrscht auch in Neckarsulm Unruhe. Der Volkswagen-Chef hat im Rahmen seines Kostensenkungsprogramms für den Autokonzern unter anderem die weitere Belegung des dortigen Audi-Werks infrage gestellt. Verantwortliche bei Audi suchen aktuell nach Wegen, um das Aus des 57 Jahre alten Standorts zu verhindern. Was ihnen Hoffnung macht: VW-Chef Blume ist kein Freund von Werksschließungen. In Interviews hatte der 58-Jährige zuletzt von „intelligenteren Lösungen“ gesprochen, um die Sparziele zu erreichen. Blumes Hauptziel sind Einsparungen auf Konzernebene im zweistelligen Milliardenbereich. Der Weg dorthin ist jedoch Verhandlungssache. Im Fall von Audi kristallisieren sich nun erste Ansätze heraus, wie solche Lösungen aussehen könnten. Insidern zufolge werde aktuell eine weitere Reduktion der jährlichen Produktionskapazität in Neckarsulm diskutiert. Im Raum stehe, die Produktion von derzeit 225.000 Einheiten schrittweise auf 150.000 Einheiten zu reduzieren. Damit würde die Kapazität des Standorts im Vergleich zu 2019 sogar halbiert. Vor rund sieben Jahren hatte Audi im Rahmen eines Sparpakets die jährliche Produktion in Neckarsulm bereits von 300.000 auf 225.000 Einheiten abgesenkt. Im vergangenen Jahr hat Audi in dem Werk rund 180.000 Fahrzeuge gebaut. Audi hat auf Anfrage die Pläne bis Redaktionsschluss nicht kommentiert.