Autoindustrie: Porsche-Absatz sackt im ersten Halbjahr ab - 911er gefragt
Berlin. Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Dämpfer beim Absatz verzeichnet. Mit insgesamt 122.306 Fahrzeugen lieferte die Volkswagen-Tochter nach Angaben vom Donnerstag 16 Prozent weniger aus als vor Jahresfrist. Abwärts ging es dabei in allen großen Märkten, besonders stark in China. In der Volksrepublik wurden gerade noch 14.501 Porsche verkauft, ein Drittel weniger als im Vorjahr und weniger als in Deutschland. Porsche begründete das mit dem „weiterhin herausfordernden Marktumfeld" und einem „Fokus auf einen wertorientierten Absatz". Das Unternehmen steckt in China schon länger in der Krise und hat insbesondere bei Elektrofahrzeugen den Anschluss an die chinesische Konkurrenz verloren. Bei Verbrennern spielt eine Rolle, dass die hartnäckige Immobilienkrise wohlhabenden Chinesen den Kauf eines kostspieligen Neuwagens verleidet. Für das laufende Jahr rechnet Porsche mit einem Absatz in China von rund 30.000 Fahrzeugen, das ist ein Viertel weniger als vor Jahresfrist. Wie stark der Rückgang ist, zeigt der Vergleich mit 2021: Damals wurden in China noch fast 100.000 Fahrzeuge ausgeliefert.