Autoindustrie: Porsche tauscht Produktionsvorstand vorzeitig aus
Stuttgart, Düsseldorf. Der Umbau an der Spitze des Sportwagenbauers Porsche geht weiter. Nach Informationen aus Unternehmens- und Aufsichtsratskreisen soll Produktionsvorstand Albrecht Reimold Porsche bereits zum 1. September verlassen. Sein Vertrag läuft eigentlich noch bis Anfang 2027. Darüber soll der Aufsichtsrat nach Angaben mehrerer mit den Vorgängen vertrauter Personen auf seiner Sitzung am 22. Juli entscheiden. Porsche wollte sich auf Anfrage nicht äußern. „Wir nehmen generell keine Stellung zu Vorstandsthemen, die Sache des Aufsichtsrates sind“, sagte ein Sprecher. Mit dem vorgezogenen Aus des 65-Jährigen würde Porsche den begonnenen Umbau seines Vorstands fortsetzen. Vorstandschef Michael Leiters steht angesichts schwächerer Geschäfte in China, hoher Kosten und der laufenden Sanierung unter Druck, den Konzern noch schneller neu auszurichten. Nach Informationen aus Konzernkreisen ist es inzwischen keine Option mehr, Produktion und Beschaffung zusammenzulegen. Stattdessen soll das Produktionsressort neu besetzt werden. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten demnach Wolfram Kirchert, Leiter des Volkswagen-Werks Bratislava, sowie Christian Friedel, der derzeit die Qualitätssicherung bei Porsche verantwortet.