Automobil-Aktionstag: IG Metall ruft zu Protesten am bundesweiten Aktionstag auf
Die IG Metall hat bundesweit zu Protesten bei Beschäftigten der Autoindustrie aufgerufen. Der sogenannte Automobil-Aktionstag soll nach Angaben der Gewerkschaft »ein Zeichen für sichere Arbeitsplätze, zukunftsfähige Standorte und eine starke industrielle Basis« setzen. Geplant sind demnach Protestaktionen in über 100 IG-Metall-Geschäftsstellen. Dazu zählen interne Betriebsversammlungen in Unternehmen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche und öffentliche Kundgebungen. Die Gewerkschaft erwartet die Beteiligung von mehr als 100.000 Menschen.
Gewerkschaftschefin Christiane Benner hatte mit Blick auf den Aktionstag die Folgen der Branchenkrise für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen kritisiert. »Wir erleben momentan einen beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie«, sagte Benner. Außerdem wandte sie sich an die Chefetagen der Autokonzerne: »Von Managern erwarte ich, dass sie die Zukunft gestalten.« Es gehe um die Rettung der Industrie und der Arbeitsplätze bei Herstellern, Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern, sagte die Gewerkschaftschefin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Gewerkschaft will höhere Investitionen in deutsche Standorte
Die deutsche Autoindustrie steckt aktuell unter anderem wegen der Konkurrenz aus China, US-Zöllen und niedrigen Gewinnmargen bei E-Autos in der Krise. Nachdem Autohersteller und Zulieferer hierzulande bereits Tausende Jobs abgebaut haben, befürchtet die Gewerkschaft weitere Einschnitte für die Beschäftigten. Sie fordern auch eine stärkere Investition der Unternehmen in deutsche Standorte, etwa in Bereiche wie Batteriefertigung, autonomes Fahren und moderne Produktionsanlagen.