Autonomes Fahren: Uber und Wayve starten Robotaxi-Dienst in London
In London haben die Fahrdienstleistungsunternehmen Uber und Wayve erstmals kommerzielle Fahrten in Robotaxis angeboten. Man wolle nun schrittweise den fahrerlosen Taxidienst für die Öffentlichkeit einführen, sagte Uber-Produktchefin Wendy Lee. Dazu wolle man zunächst Fahrzeuge »im zweistelligen Bereich« zur Verfügung stellen. Aus Sicherheitsgründen sitze trotz autonomen Fahrens zunächst noch ein Mitarbeiter hinter dem Steuer, sagte die Wayve-Geschäftsentwicklungschefin Kaity Fischer.
Bis zu einem vollständig fahrerlosen Betrieb sind allerdings noch behördliche Genehmigungen nötig; die Verfahren verzögern sich. Der Chef der Uber-Sparte für autonome Mobilität, Sarfraz Maredia, sagte, der Start solle bei Verbrauchern und Regierung Vertrauen schaffen. Die künstliche Intelligenz (KI) von Wayve lernt den Angaben zufolge wie ein Mensch am Steuer aus Erfahrung und passt sich an unbekannte Straßen, andere Fahrzeuge, unterschiedliche Wetterbedingungen und neue Städte an.
Auch durch Zagreb rollen Robotaxis
Das KI-Start-up Wayve arbeitet eng mit dem Fahrdienst Uber zusammen und entwickelt die Technologie für den Robotaxi-Dienst. Mit dem gestarteten Versuch ist das Unternehmen das erste, das einen autonomen Fahrdienst in London anbietet – noch vor dem US-Konkurrenten Waymo oder dem chinesischen Konzern Baidu, der mit dem Fahrdienst Lyft ebenfalls in diesem Jahr einen fahrerlosen Taxidienst in der britischen Hauptstadt starten möchte.
London ist nach Zagreb nun die zweite europäische Stadt, in der es den Fahrservice gibt. In der Hauptstadt Kroatiens können sich Menschen seit April fahrerlose Autos des Start-ups Verne buchen. Verne wird dabei von Uber und dem auf autonomes Fahren spezialisierten Unternehmen Pony.ai unterstützt. Auch in Zagreb sitzen weiterhin Mitarbeitende hinter dem Lenkrad.