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Autonomes Fahren: VW beendet offenbar Allianz mit Bosch für autonomes Fahren

Wirtschaft

Berlin. Volkswagen steht einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Ausstieg aus der Entwicklungspartnerschaft für autonomes Fahren mit dem Zulieferer Bosch. Der Autobauer wolle die „Automated Driving Alliance“ (ADA) beenden, berichtete „Bild“ am Sonntag online unter Berufung auf Insider.

Gründe seien dem Bericht zufolge mangelnde Fortschritte und der Sparzwang. Obwohl rund 1,5 Milliarden Euro in das Projekt geflossen seien, gelte die Technik intern als nicht wettbewerbsfähig. Besonders beim sogenannten Level 2++, dem Fahren ohne Hände am Lenkrad im Stadtverkehr, sehe VW einen erheblichen Abstand zur Konkurrenz.

Ein Sprecher der VW-Softwaretochter Cariad sagte der Zeitung, das Unternehmen prüfe grundsätzlich regelmäßig seine Entwicklungspartnerschaften und bewerte fortlaufend, ob diese noch zu den strategischen Zielen passten. Insbesondere bei hoch entwickelten Assistenzsystemen (ab Level 3) hätten sich Markt und Technologie in Europa anders entwickelt als zu Beginn der Zusammenarbeit erwartet.

Bosch äußerte sich am Montagmorgen im gleichen Wortlaut. Die vertraulichen Gespräche wollen beide Seiten nicht weiter kommentieren.

Ein klares Dementi klingt anders. Offensichtlich traut Volkswagen der Partnerschaft von Cariad und Bosch nicht mehr zu, künftig bei Level 3 führend zu bleiben. Bei Level 3 übergibt der Fahrer die Verantwortung in bestimmten Situationen, etwa auf Autobahnen oder im Stadtverkehr, vollständig an das Fahrzeug. Ein Bosch-Sprecher verwies darauf, das Unternehmen entwickle entsprechende Systeme in China für den dortigen Markt weiter.

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