Autos: Ferrari kehrt mit neuem „12Cilindri Manuale“ zum Markenkern zurück
Maranello. Nach einem Ausreißer in die Zukunft wendet Ferrari sich wieder seinem Kerngeschäft zu: den guten, alten Verbrennern. Rund sechs Wochen nach der Vorstellung des umstrittenen Elektroautos „Luce“ hat der italienische Rennwagenproduzent an diesem Freitag mit dem „12Cilindri Manuale“ eine limitierte Sonderedition vorgestellt, die Ferrari-Puristen gefallen dürfte. Sie ist auf 1499 Exemplare limitiert, von denen jedes eine Sonderanfertigung sein wird. Kostenpunkt: 590.000 Euro. Das Modell führt ein neuentwickeltes, manuelles Schaltgetriebe und Kupplungspedal im Retro-Design ein. Ferrari zufolge hatten sich viele Kunden das analoge Schalterlebnis zurückgewünscht. Das „Manuale by-wire“-System funktioniert mit einem Schaltknüppel und einem Kupplungspedal, das elektronisch mit der sogenannten „Clutch-by-wire“-Technologie gesteuert wird. Das dürfte für etwas Ruhe im Konzern sorgen, die dieser gut gebrauchen kann. Denn nach der Präsentation des „Luce“ Ende Mai hatte die Unzufriedenheit der Ferrari-Fans für viel Aufregung gesorgt. Dabei vermischten sich der Ärger darüber, dass ein Unternehmen, das für seine Weltklasse-Motoren bekannt ist, es tatsächlich gewagt hatte, ein vollelektrisches Modell vorzustellen, und das Entsetzen über dessen Aussehen.