Autos: Förderung befeuert Markt – ausländische Hersteller profitieren
Im zweiten Quartal seien die Elektro-Neuzulassungen um 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das entspricht laut EY knapp 208.400 neu zugelassenen E-Autos und damit dem höchsten gemessenen Quartalswert jemals. Bei den deutschen Autokonzernen betrage der Anstieg demnach 31 Prozent, wobei der gemeinsame Marktanteil um fast zehn Prozentpunkte auf 53,9 Prozent gesunken sei. Chinesische Hersteller verbuchten der Untersuchung zufolge hingegen ein Absatzplus von 64 Prozent, ihr Marktanteil stieg leicht von 9,3 auf 9,9 Prozent. Die übrigen ausländischen Hersteller, vor allem Tesla, legten laut EY um 101 Prozent zu und steigerten ihren Marktanteil von 27,6 auf 36,2 Prozent. Die Förderung wirke als »massiver Booster«, sagt EY-Experte Constantin Gall. Aber: »Es sind aktuell die ausländischen Marken, die am dynamischsten wachsen, während die deutschen Autobauer Marktanteile verlieren.« Das liege etwa daran, dass ausländische Hersteller günstigere Modelle anböten. »Hier sitzt die Kernzielgruppe der Förderung – preissensible Käufer mit niedrigerem Einkommen, für die der staatliche Zuschuss häufig kaufentscheidend ist.« Voraussetzung für die E-Förderung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres. Die Höhe des staatlichen Zuschusses hängt von Fahrzeug, Haushaltseinkommen und Familiengröße ab und kann zwischen 1500 und 6000 Euro betragen. Die Prämie gilt nur für Privatautos, nicht für Dienstwagen. Welche Unterlagen benötige ich? Und gibt es die Förderung auch bei Leasing? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Prämie finden Sie hier .