Autozulieferer Bosch will Hälfte der Stellen am Standort Nürnberg abbauen
Der Automobilzulieferer Bosch will in seinem Nürnberger Werk in den nächsten drei Jahren gut die Hälfte seiner 1800 Stellen abbauen. Bis 2029 sollen 900 Stellen gestrichen werden, kündigte das Unternehmen an. Der Stellenabbau in Nürnberg soll zusätzlich zum bereits angekündigten Abbau von konzernweit 22.000 Mitarbeitern erfolgen. Der Großteil davon trifft den Mobility-Sektor.
Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 hatte Bosch bereits rund 6500 Beschäftigte weniger als Ende 2025 – allerdings dennoch seinen Umsatz im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent steigern können. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen nach Steuern erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen geschrieben und unter dem Strich einen Verlust ausgewiesen.
„Der rückläufige Verbrenneranteil und die wachsende Konkurrenz durch chinesische Anbieter reduzieren die Nachfrage erheblich, während die Herstellkosten deutlich über den wettbewerbsfähigen Marktpreisen liegen“, erklärte das Unternehmen. „Da zudem der Hochlauf des Wasserstoffmarktes in Europa hinter den Erwartungen zurückbleibt, sinken Produktionsvolumen und Auslastung des Werks weiter.“ Dies führe am Standort in Nürnberg zu einem Personalüberhang, der langfristig wirtschaftlich nicht tragfähig ist.