Ayhan Tumani, Knappenschmiede - Schalke plant neue Fußball-Philosophie!
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Das Schalke der Zukunft! Der Pott-Klub hat große Pläne.
Sportvorstand Frank Baumann (50) lobt den neuen sportlichen Leiter der Knappenschmiede Ayhan Tumani (55) über den grünen Klee als „Experten im Nachwuchs und Übergangsbereich“, „Teamplayer“ sowie „absoluten Fachmann und Wunschkandidaten“. Und der verrät jetzt, wie er die königsblauen Stars von morgen schmieden will.
Tumani über seine Philosophie: „Meine Spielidee basiert auf den Prinzipien des ‚Fußball Total‘, der von Rinus Michels entwickelt und von Johan Cruyff weitergedacht wurde. Ich will mutigen, offensiven und intensiven Fußball, bei dem die Spieler das Spiel selbst gestalten. Das passt total zu Schalke!“
Schalkes Ausbildungs-Ambitionen? Maximal hoch!
Tumani: „Es ist so, dass andere Vereine aufgeholt und uns teilweise überholt haben. Etwa Freiburg, Stuttgart, Hoffenheim oder Mainz. Aber wir haben den Anspruch, in Deutschland und Europa führend zu sein.“
Dank „Fußball Total“. Also Grundprinzipien, die etwa den FC Barcelona seit Jahren bärenstark machen. Was bedeutet die Lehre für Schalkes Zukunft? In der Jugend sollen ab sofort kreative Talente entwickelt werden, die den Ball haben wollen. Tumani: „All unsere Spieler sollen Zehntausende Ballkontakte mehr gehabt haben als die, die woanders ausgebildet wurden.“
Es darf auf Schalke auch mal rustikaler zugehen
Dazu gehört eine Mit-allen-Wassern-gewaschen-Mentalität. Umkleideräume weiterhin in Containern? Warum nicht – die Talente sollen nicht zu sehr gepudert werden. Tumani: „Wenn man sich die Kabinen von Barcelonas Akademie anschaut, sind die auch noch sehr urig und veraltet.“ Der neue Talente-Chef weiter: „Manchmal wünsche ich mir sogar einen Ascheplatz für Nachwuchsteams, das wäre gar nicht so schlecht.“
Damit Schalke auch in Zukunft weiter Top-Juwelen ausbildet, soll mehr Geld in die Jugend gesteckt werden. Baumann: „Wir wollen mehr investieren – in Infrastruktur, Fachexperten und Trainer, aber auch in Spieler.“
Auch beim Scouting hat ein Umdenken stattgefunden. In der Vergangenheit gab's mehr Profi- als Jugend-Scouts – das Verhältnis soll sich jetzt ändern. Baumann: „Wir haben gesehen, dass es den einen oder anderen Fleck gibt, wo wir weniger gut aufgestellt sind.“