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Back to Basics: Lilien erkämpfen sich Punkt gegen St. Pauli

Sport

Zu Beginn der Partie zwischen Darmstadt 98 und dem FC St. Pauli sorgten Dutzende blaue und weiße Luftballons auf dem Rasen für einen festlichen Rahmen. Die Stimmung passte, statt einem rollenden Ball gab es erst einmal durch den Strafraum tänzelnde Profis und platzende Ballons. Die ganz große Party folgte dann allerdings nicht.

Die Lilien erkämpften sich mit viel Einsatz und wenig Offensivfußball ein 0:0. Vom vorletzten Tabellenplatz ging es vorübergehend "hoch" auf Rang 16. Ein Grund für ekstatischen Jubel ist das nicht.

Lilien zeigen Herz, aber nur wenig Qualität

Nach der 0:4-Klatsche beim KSC in der Vorwoche war dem Team von Trainer Florian Kohfeldt anzumerken, dass sie ihren selbstkritischen Worten gegen Pauli auch Taten folgen lassen wollten. Die Südhessen beschränkten sich fast komplett auf die Defensive und die zuletzt so vermissten Basics. Heißt: Zweikämpfe führen und gewinnen, mit Einsatz die Fans zurückgewinnen, hin und wieder Nadelstiche nach vorne setzen.

In vorderster Spitze ging vor allem Fynn Lakenmacher, einer von drei Neuen in der Startelf, voran. Seine Ablage auf Sturmpartner Milan Smit (6.) ermöglichte die größte Chance der ersten Hälfte. Da dem niederländischen Stürmer auf dem Weg zum Tor jedoch komplett der Mut ausging und Smit kläglich vergab, wurde Lakenmachers Idee nicht belohnt. Die Anfangsphase gehörte den Lilien, dann wachte St. Pauli auf und übernahm die Kontrolle.

Die besten Möglichkeiten im ersten Durchgang vergaben Connor Metcalfe (14.) und Youssoupha Niang (15./21./34.), insgesamt waren die Hamburger das klar bessere Team. Die Lilien kämpften und zeigten eine konzentrierte Vorstellung. Dass es nach 45 Minuten ohne Tore in die Kabinen ging, war aus südhessischer Sicht aber eher schmeichelhaft.

St. Pauli besser, aber zu harmlos

Am Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Der FC St. Pauli dominierte die Partie und erspielte sich nahezu 70 Prozent Ballbesitz, die Lilien standen tief und wehrten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Schön anzusehen war das nur in den seltensten Momenten. Insgesamt machte sich das Gefühl breit: Wenn hier ein Team trifft, dann die Gäste. Ein Heimsieg lag nie wirklich in der Luft.

Da in der Schlussphase aber auch Lars Ritzka (70.) und erneut Metcalfe (75.) weitere Einschussmöglichkeiten liegen ließen – und auf der Gegenseite auch ein Schuss von Smit geblockt wurde (74.), blieb es beim torlosen Unentschieden. Die Lilien zeigten Herz, treten in der Tabelle aber auf der Stelle und befinden sich weiterhin da, wo sie wohl auch hingehören: Im Keller und im Abstiegskampf.

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