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Bad Schwalbach: 450 Feuerwehrkräfte kämpfen gegen Waldbrand - mehrere Verletzte

Nation

Die Feuerwehr ist seit Mittwochmittag bei einem Waldbrand nahe Bad Schwalbach und Taunusstein (beide Rheingau-Taunus) im Einsatz. Nach Angaben des Kreisbrandmeisters Michael Ehresmann standen zu Einsatzbeginn rund 20.000 Quadratmeter Fichtenwald in Flammen – das entspricht etwa drei Fußballfeldern. Zunächst handelte es sich um einen sogenannten Waldvollbrand, bei dem große Waldflächen bis in die Baumkronen brennen. Später schwächte sich der Brand zu einem Bodenfeuer ab, das am Donnerstagmorgen zwar noch nicht gelöscht, aber unter Kontrolle war, wie die Polizei angab. Funkenflug und umstürzende Bäume erschweren Einsatz Die Gefahr ist damit aber für die Feuerwehrleute nicht gebannt. "Besonders die Nachlöscharbeiten sind extrem aufwändig und gleichzeitig auch gefährlich, weil die abgebrannten Bäume teilweise umknicken und wir uns davor schützen müssen, nicht von den Bäumen erschlagen zu werden", sagte der Kreisbrandmeister vor Ort. Aus diesem Grund sei es im Dunkel der Nacht nicht möglich gewesen, das Feuer weiter zu löschen. Ab dem Morgen sollten Einsatzkräfte die Bäume, die umzukippen drohen, mit forstwirtschaftlichen Maschinen fällen. Wie lange das dauern wird, konnte der Kreisbrandmeister noch nicht abschätzen. Erst danach könnten die eigentlichen Löscharbeiten weitergehen. Funkenflug entfacht weitere Brandherde Durch Funkenflug waren zuvor sogenannte Spotfeuer entstanden, also weitere kleine Brandherde. Dadurch habe sich die betroffene Fläche vergrößert. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Brand mitten im Wald liegt. Drohnen kontrollierten das Einsatzgebiet am späten Abend auf eine mögliche weitere Ausbreitung. "Wir haben hier Waldbrandstufe 4, teilweise Waldbrandstufe 5. Genau hier zeigt sich, dass das kleinste Feuer sich sehr schnell zu einem sehr gefährlichen Feuer entwickeln kann", sagte der Kreisbrandmeister. Mehrere Feuerwehrleute verletzt Rund 450 Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Rheingau-Taunus-Kreis wurden alarmiert, zudem unterstützte ein Löschhubschrauber die Einsatzkräfte. Drei Feuerwehrleute mussten wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. Die Polizei sprach am Donnerstagmorgen von zwei Verletzten. Nach Angaben der Einsatzkräfte sollte das betroffene Gebiet gemieden werden. Eine Gefahr für Menschen bestehe derzeit nicht. Im rund 15 Kilometer entfernten Wiesbaden wurden Anwohner in der Nacht vor starkem Brandgeruch gewarnt. Der Rheingau-Taunus-Kreis bittet, keine privaten Drohnen über dem Gebiet fliegen zu lassen, um Zusammenstöße mit den Einsatzdrohnen zu vermeiden. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar.

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