DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,86 % 4.073,10 USD 21:59:59 Silber +0,72 % 54,50 USD 21:59:56 Brent -5,24 % 109,74 USD 21:59:43 WTI -1,53 % 100,20 USD 21:59:48 Bitcoin +0,95 % 80.763,89 USD 23:09:52 EUR/USD -0,77 % 1,11320 USD 23:09:44 EUR/GBP -0,25 % 0,83640 GBP 23:09:53 EUR/CHF -0,17 % 0,92250 CHF 23:09:54 EUR/JPY -0,08 % 175,774 JPY 23:09:52

Baden-Württemberg Schluss mit wirkungslosen Diäten? KI soll zeigen, welche Adipositas-Therapie bei wem hilft

Gesundheit

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Hohenheim hat ein Computer-Modell entwickelt, das vorhersagen soll, bei welchen Personen bestimmte Abnehmprogramme erfolgreich sind. Das könnte Betroffenen langwierige und unter Umständen wirkungslose Abnehmversuche ersparen, teilte die Universität in Stuttgart mit. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Microbiome" veröffentlicht.

Individuelle Adipositas-Therapie durch KI-Prognosen

Für das Prognose-Modell nutzten die Wissenschaftler Daten von 50 Erwachsenen mit fortgeschrittener Adipositas. Dabei wurde die KI mit Messwerten zum Körpergewicht, Blutwerten sowie Daten zur Zusammensetzung der Darmbakterien trainiert. Der Algorithmus konnte anschließend mit hoher Genauigkeit vorhersagen, welche Teilnehmenden besonders stark an Gewicht verloren. Das Projekt lief ein Jahr lang.

Dabei ist eine besonders starke Gewichtsabnahme nicht das einzige Erfolgskriterium. Vielmehr gehe es darum, dass es den Menschen nach einer Therapie wirklich besser gehe. "Wenn der Mensch nur Muskelmasse verloren hat, dann geht es ihm danach schlechter als davor. Dann hätte er lieber nicht abgenommen, weil Verlust an Muskelmasse wirklich nichts Gutes ist", sagte Benjamin Seethaler von der Universität Hohenheim am Dienstag dem SWR.

Möglichst keine wirkungslose Abnehmversuche mehr

Ziel des Projekts ist es, die Adipositas-Therapie individuell anzupassen, so der Stuttgarter Forscher. Denn wer voraussichtlich nicht mit einem anderen Lebensstil deutlich abnehmen würde, könnte so frühzeitig andere Behandlungsmöglichkeiten empfohlen bekommen. "Der Mensch muss nicht ein Jahr lang Zeit und Geld und sehr viel Mühe investieren in dieses lebensstilbasierte Programm, sondern er kann gleich an die Medikamente oder an die Chirurgie herangehen", sagte Forscher Seethaler im SWR.

Eine zentrale Rolle bei der Studie spielte die Zusammensetzung des Mikrobioms, also die Gesamtheit der Bakterien im Darm. Diese könne entscheidend sein, wie viel Energie aus dem Essen herausgeholt werde und letztlich auch unter anderem entscheidend sein, ob jemand Adipositas entwickle oder nicht.

"Es gibt Bakterien, von denen man ausgeht, dass sie eher günstig sind, was das Körpergewicht angeht", so der Stuttgarter Wissenschaftler, aber bei manchen Menschen sei es auch "genau umgekehrt". Das Ganze sei komplex. Damit die Vorhersage funktioniere, benötige man eine Gesamtheit an Daten. "Das waren bei uns mehrere Tausend", so der Wissenschaftler.

Uni Hohenheim: Gemeinsam abnehmen hilft

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchungen: Wer beim Abnehmen Unterstützung in seinem Umfeld hat, ist in der Regel erfolgreicher. Bei der Studie haben sich die Teilnehmenden jede Woche in Gruppen getroffen, sich dabei gegenseitig angefeuert und ermuntert. Das habe viel geholfen. Umgekehrt gelte aber auch: "Wenn beispielsweise in einer Beziehung der eine abnehmen will und die andere Person nicht, dann wird das in den seltensten Fällen Erfolg haben."

Mehr zu Adipositas, Übergewicht und Abnehmspritzen

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren