DAX -0,12 % 26.169,89 Pkt 09:25:39 MDAX -0,31 % 32.459,11 Pkt 09:25:37 Euro Stoxx 50 +0,49 % 6.508,58 Pkt 09:25:30 Dow Jones +2,20 % 54.349,12 Pkt 23:22:16 S&P 500 +1,62 % 7.723,55 Pkt 22:41:45 Nasdaq +1,73 % 26.363,44 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,93 % 65.683,26 Pkt 08:45:03 Gold +1,76 % 4.320,70 USD 09:30:18 Silber +0,00 % 62,10 USD 09:30:34 Brent +0,24 % 79,64 USD 09:30:11 WTI -0,03 % 75,20 USD 09:30:31 Bitcoin +0,29 % 64.786,20 USD 09:40:35 EUR/USD +0,12 % 1,15460 USD 09:39:57 EUR/GBP +0,06 % 0,85780 GBP 09:40:38 EUR/CHF +0,04 % 0,93340 CHF 09:40:41 EUR/JPY +0,19 % 182,208 JPY 09:40:38

Badetote in Deutschland: Zahl der Badetoten im Juni so hoch wie zuletzt vor mehr als 20 Jahren

Nation

In deutschen Gewässern sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 261 Menschen ertrunken. Das waren 15 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Die meisten Badetoten registrierte die DLRG in Bayern, danach folgte Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen ging die Zahl leicht zurück. DLRG spricht von »dramatischem Anstieg« Vor allem seit Beginn der Badesaison gab es deutlich mehr tödliche Unfälle. Zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken 189 Menschen. So hoch lag der Wert für diesen Zeitraum zuletzt 2019, damals starben 220 Menschen. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sprach von einem »dramatischen Anstieg« an Unfällen im Juni: »Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003.« Nach der Hitzewelle Ende Juni ging die Zahl der Todesfälle zurück, im Juli ertranken demnach mindestens 59 Menschen, sechs mehr als im Vorjahresmonat. Deutlich mehr junge Badetote Rund 90 Prozent der Unfälle ereigneten sich laut DLRG in frei zugänglichen Binnengewässern. In Seen und Teichen seien 118 Menschen gestorben, 22 mehr als im Vorjahreszeitraum. In Bächen und Flüssen zählte die DLRG 90 Tote und damit zwölf weniger, in Kanälen 17, in der Ostsee und in Schwimmbädern jeweils 14. Lebensbedrohlich werde es besonders dort, wo im Notfall keine Rettungskräfte schnell helfen könnten, sagte Vogt. Deutlich zugenommen hat die Zahl der Ertrunkenen zwischen elf und 30 Jahren. Sie stieg von 49 auf 75, 95 Prozent von ihnen waren männlich. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil männlicher Opfer bei 85 Prozent. Vogt führte die Unfälle unter jungen Männern auf riskantes Verhalten zurück, oft in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen, sowie auf fehlende Schwimmfähigkeit. Mehr als jedes vierte Opfer bekannten Alters war laut DLRG älter als 70 Jahre, insgesamt 59 Menschen und damit elf mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Kindern bis zehn Jahren zählte die DLRG acht Todesfälle nach neun im Vorjahr. DLRG: Mehrheit verlässt Grundschule ohne Schwimmabzeichen Die DLRG geht davon aus, dass weiterhin die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen erworben zu haben. Mit dem Modellprojekt »Deutschland lernt schwimmen« wollen der Bund, die DLRG und der Deutsche Schwimm-Verband in den kommenden vier Jahren die Schwimmausbildung verbessern, vor allem in strukturschwachen Regionen und in benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

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