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Ballons sollen ukrainische Drohnen stoppen

Technologie

Vorbild aus dem Zweiten Weltkrieg

Diese Ballons sollen ukrainische Drohnen aufhalten

Von t-online, wan

10.10.2026 - 00:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Russische Ingenieure planen, mit Ballons gegen ukrainische Drohnen vorzugehen. Diese Abwehrmaßnahme gab es schon einmal.

Ukrainische Drohnen haben in den vergangenen Monaten wiederholt die russische Luftabwehr überwunden und Raffinerien, Warenhäuser und Militäranlagen getroffen. Jetzt versuchen russische Ingenieure offenbar mit einer ungewöhnlichen Methode, militärische Anlagen und wichtige Infrastruktur zu schützen.

Der russische Staatskanal Rossiya 1 zeigte Aufnahmen von großen Ballons, die wie Werbeluftschiffe aussehen. Mehrere von diesen schweben über einem Feld, an ihnen sind Kabel aus Kevlar festgemacht. Ankommende Drohnen sollen sich in den Kabeln mit ihrem Propeller verfangen, so das Konzept, und dann abstürzen. Außerdem sollen sie anfliegende Drohnen dazu bringen, dem Ziel auszuweichen und den Kurs zu ändern. Fliegen die Drohnen höher, sind sie eher auf russischen Radar zu erkennen.

Laut Fernsehbericht sei der Hersteller bereit zur Massenproduktion. Allerdings brauche man mindestens zehn solcher Ballons pro geschützter Anlage, heißt es in dem Bericht.

Auch andere Ballon-Einsätze in der Planung

Das Konzept wurde bereits im Zweiten Weltkrieg angewendet. Damals dienten solche Ballons dazu, Städte und Häfen vor anfliegenden Kampfflugzeugen zu schützen. Piloten wurden gezwungen, höher zu fliegen und konnten dann Bomben nicht mehr zielgenau abwerfen. Die Ballon-Technik zielt auf Drohnen mit Propellern. Allerdings werden von der Ukraine – wie auch von Russland – immer mehr Drohnen mit Jettriebwerken ausgerüstet.

Die Ukraine erwägt ebenfalls den Einsatz von Ballons, allerdings als eine Art Raketenträger. Statt Raketen direkt abzufeuern, sollen die Geschosse zunächst über längere Distanzen auf eine eher ungewöhnliche Weise transportiert werden. Wie die ukrainische Militärfachseite "Militarnyi" berichtet, entwickelt das ukrainische Center of Innovative Technologies Program, eine Regierungseinrichtung, eine als DART bezeichnete 1,84 Meter lange Rakete.

Sie soll von Ballons abgeworfen werden. Diese sollen mit der Rakete im Schlepptau in die Stratosphäre aufsteigen und auf einer Höhe zwischen 12 und 18 Kilometern fliegen. Elektronische Störsender können die Ballons nicht vom Kurs abbringen, weil sie lediglich den Ost-West-Wind als Antrieb nutzen. Sie sind auch nur schwach auf Radarbildschirmen zu sehen und wegen ihrer Flughöhe schwer von Flugabwehrsystemen zu erreichen. Andere Ballons, die Drohnen abwerfen, sind bereits im Ukraine-Krieg im Einsatz.

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