Bank of America: Finanzministerium ahndet laxe Geldwäschekontrollen mit Milliardenstrafe
Die Bank of America hat in den USA eine Geldstrafe von 1,2 Milliarden Dollar wegen Versäumnissen bei der Geldwäschebekämpfung und anderer Verstöße bekommen. Das Finanzministerium erklärte, dies sei die dritthöchste je von ihm verhängte Geldstrafe.
Die Großbank habe es versäumt, verdächtige Aktivitäten im Umfang von mehr als fünf Milliarden Dollar zu melden. Darunter seien auch solche, die Risiken für die nationale Sicherheit darstellten, hieß es weiter.
Die nach JPMorgan Chase zweitgrößte US-Bank habe bei der Erstellung von Compliance-Programmen ihren eigenen Erträgen Vorrang eingeräumt. »Wenn eine Bank dieser Größe ihren Verpflichtungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Einhaltung von Sanktionen nicht nachkommt, reichen die Folgen weit über ihre eigenen Mauern hinaus«, erklärte Finanzminister Scott Bessent.
In dem Strafbetrag ist auch eine Zahlung von 11,6 Millionen Dollar nach einem Vergleich wegen der Verletzung von Sanktionen unter anderem gegen Iran und Russland enthalten, wie das Ministerium mitteilte. Laut einem Gerichtsdokument wird die Bank externe Prüfer zulassen, die verdächtige Transaktionen analysieren sollen.