Banken: Deutsche Bank erzielt Rekordgewinn - neuer Aktienrückkauf
Frankfurt. Ungeachtet der schwachen Konjunktur hat die Deutsche Bank deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Die Erträge des größten deutschen Kreditinstituts stiegen im zweiten Quartal um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn kletterte um elf Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Unter dem Strich, also nach Abzug von Steuern und den Zinszahlungen für spezielle Anleihen, blieb für die Aktionäre ein Gewinn von 1,64 Milliarden Euro. Analysten hatten nur mit einem leichten Anstieg der Nettoerträge auf 8,1 Milliarden Euro und mit einem Rückgang des Vorsteuergewinns auf 2,27 Milliarden Euro gerechnet. Die Aktie stieg am Vormittag um mehr als fünf Prozent und war damit der stärkste Wert im Aktienindex Dax. „Unsere Rekordergebnisse im zweiten Quartal wurden von einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin getragen“, bilanzierte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Die Bank sei zuversichtlich, ihre Ziele für 2028 sogar übertreffen zu können. Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung kündigte die Bank einen Aktienrückkauf in Höhe von 500 Millionen Euro an. Der Aktienrückkauf sei bereits von der Europäischen Zentralbank genehmigt, schrieb Vorstandschef Sewing in einem Brief an die Beschäftigten.