Banken: Deutsche Bank startet nach Postbank-Debakel neuen IT-Umbau
Düsseldorf. Die Deutsche Bank startet nach den massiven Problemen bei der Postbank-Integration einen neuen Anlauf zur Modernisierung ihrer IT‑Systeme. Die Privatkundensparte des Instituts hat sich für die Kernbanken-Plattform „Vault Core“ des britischen Finanztechnologie-Unternehmens Thought Machine entschieden und den IT-Dienstleister GFT mit der Umsetzung beauftragt, wie das Geldhaus und GFT am Donnerstag mitteilten.
Die neue Plattform solle die veraltete Technik für Privat- und Vermögenskunden in Deutschland ersetzen und es ermöglichen, neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen.
Bei den GFT-Anlegern kam die Nachricht gut an: Die Aktie schnellte um 7,1 Prozent auf 24,15 Euro in die Höhe. Die Titel des Geldhauses tendierten mit 34,65 Euro auf Vortagesniveau.
Dem Schritt vorausgegangen war die Pannen-Integration der Postbank in die IT-Systeme der Deutschen Bank, die bei Millionen Kunden zu teils erheblichen Problemen geführt hatte. Der jetzige Umbau ist Teil der Strategie, die Zahl der Kernbankensysteme im Konzern von 15 auf zwei zu reduzieren. Die Bank will bis Ende 2028 rund 600 Millionen Euro in die IT investieren und rechnet ab dann mit jährlichen Einsparungen von rund 300 Millionen Euro. Die Umstellung der Produkte auf das neue System soll schrittweise ab 2027 erfolgen.