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Banken: EZB gibt Unicredit grünes Licht für volle Commerzbank-Übernahme

Wirtschaft

Die italienische Großbank darf nun auch offiziell ihren Anteil an dem deutschen Institut auf rund 50 Prozent der Anteile aufstocken. Damit rückt eine Kontrollübernahme in greifbare Nähe.

Der Commerzbank-Tower in Frankfurt: Die EZB habe die Übernahme der Kontrolle über die Commerzbank genehmigt, teilte Unicredit mit. Foto: Michael Brandt/dpa

Frankfurt. Die italienische Großbank Unicredit hat eine wichtige Hürde zur Übernahme der Commerzbank genommen: Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) habe dem Institut erlaubt, seinen Anteil über die Schwelle von 30 Prozent hinaus aufzustocken und den Anteil ohne weitere Obergrenze zu erhöhen, wie Unicredit am Donnerstagabend mitteilte.

Damit kann die italienische Großbank bald die Kontrolle über den deutschen Mittelstandsfinanzierer Commerzbank übernehmen. Unicredit hält aktuell knapp 30 Prozent der Commerzbank-Aktien und hat sich durch ein Übernahmeangebot im Sommer den Zugriff auf weitere rund 20 Prozent gesichert.

Die Unicredit könnte nun weitere Commerzbank-Aktien frei am Markt kaufen oder auch ein weiteres Angebot vorlegen, was aber wegen der üblichen Übernahmeprämie teuer wäre.

„Die Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Übernahme der Commerzbank. Sie unterstreicht die positive Einschätzung der Transaktion durch die EZB und ihr Zutrauen in Unicredits Solidität und ihre starke Stellung im europäischen Bankensektor“, hieß es in der Mitteilung.

Vertreter der EZB hatten in der Vergangenheit immer wieder unverhohlen deutlich gemacht, dass sie grenzüberschreitende Bankenfusionen im Euro-Raum befürwortet, um den EU-Binnenmarkt zu stärken.

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