Banner-Eklat bei Cottbus-Heimspiel gegen St. Pauli
Laut Berichten der "Hamburger Morgenpost" und der Deutschen Presse-Agentur sei damit auf gegenwärtige Probleme bei "Ultra Sankt Pauli" (USP) angespielt worden. Die größte Fangruppierung des Klubs hatte im August Fälle von Machtmissbrauch bis hin zu sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt öffentlich gemacht [usp.stpaulifans.de]. Demnach sei es zu Übergriffen gekommen, die von USP-Mitgliedern ausgegangen seien.
Die Ultra-Gruppe hat nach eigenen Angaben Ermittlungen aufgenommen und die Täter mit einem lebenslangen Gruppenausschluss und weiteren Konsequenzen belegt. Die Aufarbeitung scheint aber noch nicht abgeschlossen zu sein. Der Verein hat seine Unterstützung zugesagt.
Der Verein Energie Cottbus stellte am Montag in einer Mitteilung klar, dass die Spruchbänder, "die offensichtlich einzig der gezielten Provokation der Anhänger unseres Kontrahenten dienen sollten", nicht angemeldet gewesen seien. "Das LEAG Energie Stadion ist das Zuhause aller Energiefans, egal welcher ethnischer Herkunft, Religion, politischer Haltung und Weltanschauung, körperlicher Beeinträchtigung, Geschlecht sowie sexueller Orientierung", hieß es weiter in der Vereinsmitteilung. Und: "Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung mit Straftätern gleichzusetzen, ist ein No-Go."
Mit Bezug auf das Banner mit der Aufschrift "Regenbogenutopie endet in Pädophilie" sagte ein Vertreter der Gruppierung "Energiefans gegen Nazis", der anonym bleiben möchte, dem rbb: "Es ist eine Form der Diskriminierung und Queerfeindlichkeit, die von der Fanszene sichtbar wird. Obwohl sich der Verein ganz klar gegen Homophobie und Queerfeindlichkeit stellt."