„Bares für Rares“ heute: 412 Jahre altes Buch fasziniert die Händler
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Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Freitag, dem 2. Oktober 2026, zum Verkauf gestellt werden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
In der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ staunte auch Horst Lichter nicht schlecht: Für besondere Aufmerksamkeit sorgte ein historisches Kräuterbuch von Jutta aus Weyhe, das sich seit mindestens vier Generationen im Familienbesitz befindet. Während der Kriegszeit wurde das Werk im Garten vergraben und erlitt dabei erhebliche Feuchtigkeitsschäden.
In der Expertise erklärte Detlev Kümmel, dass das Buch auf den Schriften des antiken Heilers und Pharmakologen Pedanios Dioskurides basiert. Die deutsche Ausgabe wurde von Petrus Uffenbach bearbeitet und erschien bereits 1614. Besonders bemerkenswert sind die zusätzlichen Inhalte zu Heilkunde und Destillation sowie die zahlreichen handkolorierten Illustrationen, die das Werk bis heute zu einer Rarität machen.
Allerdings ist das Buch in keinem perfekten Zustand: Der Buchrücken fehlt, zahlreiche Seiten weisen Risse und Fehlstellen auf. Dennoch wird schnell deutlich, dass sich die aufwendige Restaurierung lohnen könnte. Mit ihrem Wunschpreis von 1.200 Euro liegt die Verkäuferin genau im Bereich der Expertise, die das historische Werk trotz der Schäden auf 1.000 bis 1.200 Euro taxiert.
Im Händlerraum entwickelt sich daraufhin ein lebhaftes Bietergefecht, an dem sich nahezu alle Händler beteiligen. Zwar startet die Versteigerung mit vergleichsweise bescheidenen 150 Euro, doch der Preis steigt innerhalb kürzester Zeit deutlich an. Am Ende sichert sich Fabian Kahl das seltene Kräuterbuch für 1.300 Euro. Er kündigt an, das Werk restaurieren zu lassen und in seine Sammlung aufzunehmen. Damit wechselt das mehr als 400 Jahre alte Familienerbstück für 1.300 Euro den Besitzer.
Alle weiteren Raritäten vom 2. Oktober 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten aus der heutigen Sendung und die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ :
WMF-Art-déco-Collier: Silke und Ralf aus Leipzig bringen ein geerbtes WMF-Collier aus 835er Silber mit. Das Schmuckstück wird in die späten 1920er- oder frühen 1930er-Jahre datiert und dem Art déco zugeordnet. Expertenschätzung: 100 bis 150 Euro
Maikäfer-Spieluhr aus Messing: Mutter und Tochter aus Kelheimwinzer präsentieren eine handgearbeitete, patinierte Spieluhr in Form eines stilisierten Maikäfers. Das Objekt stammt aus einem Nachlass und wird vermutlich in die 1950er-Jahre eingeordnet. Expertenschätzung: 200 bis 300 Euro
Heißwasserkanne aus Sèvres von 1843: Thomas aus Kärnten präsentierte eine Heißwasserkanne der Manufaktur Royale de Sèvres mit Bezug zu König Louis-Philippe und der Sommerresidenz Château d’Eu. Das Stück trägt die Jahresmarke 1843 und weist restaurierte Stellen auf. Expertenschätzung: 600 bis 800 Euro
Goldene Stäbchenbrosche mit Diamantrosen: Kunstlehrerin Susanne brachte eine Brosche aus 585er Gold mit in die Sendung. Das Schmuckstück stammt aus der Zeit zwischen 1880 und 1890. Sie besitzt sechs kleine Diamantrosen, eine später eingesetzte Zuchtperle und befindet sich insgesamt in gutem Zustand. Expertenschätzung: 600 bis 800 Euro