„Bares für Rares“ heute: Um dieses Erbstück streiten sich die Händler
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Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Dienstag, dem 8. September 2026, zum Verkauf gestellt werden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
In der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ sorgte ein besonderes Objekt bei Horst Lichter und Experten für Bewunderung:
Eine Studentin aus Bonn und ihre Mutter aus Aachen bringen ein umfangreiches Diamant-Konvolut mit in die Sendung. Das Erbstück besteht aus einem Platin-Ring im Art-Déco-Stil, einer großen Diamantbrosche sowie einem Armband, dessen Mittelteil ursprünglich als Ringkopf gedacht gewesen sein dürfte. Die Stücke stammen aus dem Familienbesitz ehemaliger Schwiegereltern und wurden über Generationen weitergegeben. Die heutige Besitzerin erhielt das Konvolut 2011 als Erbe aus dem Nachlass einer Verwandten der früheren Schwiegerfamilie.
In der Expertise wird der Ring in die späten 1930er-Jahre datiert. Er besteht aus Platin und ist mit zwei zentralen Brillanten von jeweils rund 0,2 Karat besetzt. Die Brosche wird stilistisch eher den 1940er-Jahren zugeordnet und weist einen umfangreichen Diamantbesatz auf. Beim Armband verbindet sich nach Einschätzung der Expertise ein ehemaliger Ringkopf aus den 1930er-Jahren mit Elementen eines Weißgold-Armbandes aus der Zeit um 1950. Insgesamt wird das Konvolut auf sechs bis sieben Karat Diamantgewicht geschätzt.
Der Edelmetallwert von Platin und Gold wird mit rund 2.600 Euro angegeben. Für das gesamte Set wird ein Marktwert von etwa 6.500 bis 7.000 Euro ermittelt. Die Verkäuferinnen hatten ursprünglich 8.000 Euro erwartet, zeigen sich mit der Einschätzung aber einverstanden und nehmen die Händlerkarte an.
Im Händlerraum entwickelt sich anschließend ein lebhafter Bieterwettstreit. Nach einem Startgebot von 3.200 Euro steigt das Interesse schnell an. Mehrere Händler erhöhen ihre Gebote in kurzen Abständen. Nachdem die Verkäuferinnen den Expertisenrahmen von 6.500 bis 7.000 Euro nennen, wird erneut nachgelegt. Am Ende wechselt das Schmuck-Konvolut für 5.700 Euro den Besitzer. Ein Teilbetrag von 2.000 Euro wird bar gezahlt, der Rest per Überweisung vereinbart.
Alle weiteren Raritäten vom 8. September 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten aus der heutigen Sendung und die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ :
Herz-Medaillonkette aus 9-Karat-Gold: Das sogenannte „Liebescollier“ besteht aus mehreren englischen Herz-Medaillons unterschiedlicher Entstehungszeiten zwischen etwa 1890 und 1983. Die Kette selbst ist aus 375er-Gold gefertigt. Expertenschätzung: 600 bis 800 Euro.
Historisches Poesiealbum „Ploenens“: Das Alba Amicorum stammt aus dem Jahr 1784 und enthält Einträge von Schülern und Lehrern eines Gymnasiums in Plön. Zu den Besonderheiten zählen Schattenrisse, kolorierte Illustrationen und Hadernpapierseiten. Expertenschätzung: 500 bis 700 Euro.
Porzellanfigur „Lena Amsel – Lustiger Marsch“: Die Rosenthal-Figur wurde um 1919 nach einem Entwurf von Constantin Holzer-Defanti geschaffen und zeigt die Tänzerin Lena Amsel als Pierrette mit Instrumenten. Leichter Goldabrieb und kleine Glasurunregelmäßigkeiten werden als Zustandsmerkmale genannt. Expertenschätzung: 900 bis 1.200 Euro.
„Paul McCarthy’s Chocolate Nose Bar“: Der originalverpackte Schokoriegel war Teil einer Kunstinstallation auf der Expo 2000 in Hannover. Als vollständiges und ungeöffnetes Kunstobjekt wird er als sammelwürdig eingeschätzt. Expertenschätzung: 150 bis 200 Euro.
Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF .