BASF: Im Übernahmepoker um Evonik sind drei Szenarien möglich
Düsseldorf. „Hallo Zukunft“, schreibt die Essener RAG‑Stiftung auf ihrer Homepage. Seit wenigen Tagen hat dies einen neuen und besonderen Beigeschmack. Deutschlands finanzkräftigste Privatstiftung muss über die Zukunft von Deutschlands zweitgrößtem Chemiekonzern Evonik entscheiden.
Die Evonik-Führung hat eine erste Übernahmeofferte des Rivalen BASF am Montagnachmittag abgelehnt. Der Marktführer hatte am Freitag Interesse an einer Übernahme bekundet. Der Evonik-Vorstand stand dem Vorstoß von Beginn an kritisch gegenüber.
Doch der Poker geht weiter. Nach der ersten Absage von Evonik wird die Haltung der RAG-Stiftung mit ihrer 44-Prozent-Beteiligung nun zum entscheidenden Faktor für das weitere Vorgehen.
Bisher hat sich die Stiftung dazu noch nicht klar positioniert. Die Führung werde in den kommenden Wochen alle Optionen durchspielen, sagt ein Insider und verweist auf die komplexe Gemengelage: „In der RAG-Stiftung prallen viele verschiedene Interessen und Verpflichtungen aufeinander.“