Basketball-Star Cunningham äußert sich zu Sweeneys Nackt-Werbung
Indianapolis – Sie sagt unverblümt, was sie denkt! WNBA-Star Sophie Cunningham (30) gilt als eine der ehrlichsten Stimmen der amerikanischen Basketball-Liga. Jetzt äußert sich die Spielerin der Indiana Fever auch zum viralen und viel kritisierten Werbespot von Schauspielerin Sydney Sweeney (29).
In ihrem Podcast „No Hesitation“ sagt Cunningham: „Wettet sie überhaupt auf Sport? Das ist einfach so unauthentisch. Bin ich überrascht, wie sie die Marke repräsentiert hat? Nein. Versteht mich nicht falsch, ich mag sie. Sie bleibt sich treu und macht ihr Ding, sie selbst. Also, Hut ab vor ihr!“
Sweeneys Werbespot für den US-Wettanbieter Novig hatte in der ganzen Welt heftige Debatten ausgelöst. In dem Clip posiert die Schauspielerin praktisch nackt, trägt lediglich ein paar Sportartikel zur Schau. Der große Vorwurf: Sweeney würde den Frauensport objektivieren – und vor allem sexualisieren .
Australiens Schwimm-Olympiasiegerin Ariarne Titmus (26) fragte etwa: „Wie können wir in einer Welt leben, in der die Vermarktung des weiblichen Körpers und die Sexualisierung des Frauensports immer noch normal sind?“
Cunningham über Sweeney: „Mach dein Ding, Schwester“
WNBA-Star Cunningham bezieht Stellung: „Ob ich die Werbung mag? Nicht wirklich. Ich denke mir eher: Was soll das denn? Aber andererseits bin ich nicht überrascht. Männer, Sport, fast nackte Frauen. Natürlich erregt das Aufmerksamkeit.“ Und weiter: „Bin ich damit einverstanden? Moralisch gesehen finde ich es etwas seltsam, aber: Mach dein Ding, Schwester.“
Keine klare Verurteilung des umstrittenen Werbespots. Schon in der Vergangenheit hatte Cunningham selbst für Wirbel gesorgt. Sie wehrt sich aktiv dagegen, dass Transgender-Spielerinnen im Frauensport antreten dürfen. Bei der Frauen-WM in Berlin stand Cunningham nicht im Kader der US-Frauen, die den Titel holten.