Basketball-WM: US-Amerikanerinnen besiegen Frankreich im Finale
Mit den USA und Frankreich hatten sich die beiden größten Favoriten ins Endspiel gekämpft. Während die USA ihr fünftes WM-Gold in Folge einsammeln wollten, hofften die Französinnen auf ihren ersten WM-Titel. Mit Blick auf dieses Turnier machten Letztere aber den souveräneren Eindruck. Während die USA sowohl gegen Italien als auch im Halbfinale gegen Spanien zittern mussten, überzeugten Les Bleus durchgehend. Sie lauerten auf die Wachablösung an der Weltspitze.
Den besseren Start erwischte das amerikanische Starensemble und setze sich mit einem 6:0-Lauf auf zwischenzeitlich fünf Punkte ab. Die Französinnen ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, fanden bessere Lösungen und agierten zunehmend aggressiv in der Abwehr. Sie zwangen ihr Gegenüber zu Ungenauigkeiten in der Offensive und drehten so das Spiel zur 20:17-Führung zum Ende des ersten Viertel.
Unterschiedsspielerin Williams
Das Team von Jean-Aimé Toupane kontrollierte in dieser Phase die Partie. Die US-Frauen um Breanna Stewart, Caitlin Clark und Angel Reese hatten sichtlich Probleme, ließen gleich mehrere Würfe liegen. So setzte sich Frankreich durch den Dreier von Gabby Williams auf zwischenzeitlich 17:31 ab. Die 30-Jährige wieder einmal die Unterschiedsspielerin in den Reihen der Französinnen. Ingesamt 16 Punkte bescherte sie ihrer Mannschaft allein in der ersten Hälfte. Die USA kämpfte sich langsam wieder heran. Ein sehenswerter Dreier von Caitlin Clark zum Pausenpfiff verkürzte aber wieder auf 43:45.
Frankreich verliert den Faden
US-Trainerin Kara Lawson schien die richtigen Wort an ihr Team gefunden zu haben. Ihr Team fand nun angeführt von Beanna Stewart immer wieder zum Korb. Frankreich hingegen startete überraschend nervös in die zweite Hälfte und verloren ihre Linie und ließen die Amerikanerinnen auf 54:47 wegziehen.
Die USA hatten mittlerweile ihren Rhythmus gefunden und ließen die Muskeln spielen, während Frankreich immer mehr haderte. Es war ein Viertel zum Vergessen für Les Bleus. Lediglich 12 Punkte gelang ihnen im dritten Viertel. Mit einem Stand von 73:57 ging es in den letzten Spielabschnitt.
USA lassen nichts anbrennen
Aus dem Tief konnten sich die Französinnen nicht mehr befreien. Die Amerikanerinnen hingegen liefen so richtig heiß, netzten ein ums andere Mal ein und zogen auf 26 Zähler weg. Die Vorentscheidung war schon mehrere Minuten vor Abpfiff gefallen. Mit 97:79 setzten sich die US-Amerikanerinnen schließlich gegen die Equipe Tricolor durch. Beste Werferin auf Seiten der Siegerinnen war Breanna Stewart mit 22 Punkten.
Mit dem Sieg behaupten die USA ihre Stellung als Nonplus-Ultra im Frauenbasketball. Es ist der fünfte WM-Titel in Folge für die Mannschaft aus Nordamerika. Für die Französinnen ist die Silbermedaille das erste Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft.