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Battlefield 6: Ein Präzedenzfall? Warum Steam den Kaufpreis nach fast 500 Spielstunden erstattet haben soll

Technologie

Nachdem DICE im vergangenen Monat mit „Naval Warfare“ die vierte Season des Multiplayer-Shooters „Battlefield 6“ gestartet hat, ließ das Studio in dieser Woche das Update 1.4.1.5 mit diversen Verbesserungen folgen. Für Kritik sorgte zuletzt die Entscheidung der Entwickler, ausgewählte Spielmodi kurzerhand aus dem Multiplayer von „Battlefield 6“ zu entfernen. Zu den Modi, die den Umstrukturierungen der Playlists zum Opfer fielen, gehörten unter anderem „King of the Hill“ sowie „Squad Deathmatch“. Eine Entscheidung, mit der sich DICE nicht nur den Frust einiger Spieler zuzog, sondern die darüber hinaus auf Steam zu einem Präzedenzfall hinsichtlich von Rückerstattungen geführt haben könnte. Im Gegensatz zu den Konsolenherstellern geht Steam bekanntermaßen recht kulant mit Rückerstattungen um und ermöglicht es den Nutzern, sich den Kaufpreis erworbener Spiele erstatten zu lassen, sofern der Kauf noch keine 14 Tage zurückliegt und die Spielzeit unter zwei Stunden liegt. Im Fall von „Battlefield 6“ soll es einem Spieler jedoch gelungen sein, trotz fast 500 Stunden Spielzeit erfolgreich eine Rückerstattung zu beantragen. Nutzer erklärt Frust über entfernte Inhalte So meldete sich auf Reddit der Nutzer „ExplorEverythingOnce“ zu Wort und erklärte, dass sein Vorgehen vor allem auf seinen Frust bezüglich der Entfernung der Spielmodi zurückzuführen war. Im Rahmen seines Antrags auf Rückerstattung erklärte er dem Steam-Support, dass DICE ohne Nennung von Gründen Modi aus dem Spiel entfernte, diese in der Beschreibung des Shooters beziehungsweise auf der offiziellen Website von „Battlefield 6“ aber weiterhin aufführte. Dies führte dazu, dass Steam dem Nutzer den Kaufpreis der Phantom Edition von knapp 109 US-Dollar vollumfänglich erstattete – und dies nach rund 470 Spielstunden. „Ich war verärgert, als King of the Hill und Squad Deathmatch entfernt wurden. Aber Rush zu entfernen, das lasse ich mir nicht gefallen. Es ist der Modus, in dem ich mit Abstand die meiste Zeit verbracht habe. Ich habe den Steam-Support kontaktiert und erklärt, dass mehrere Spielmodi fast ein Jahr nach dem Start des Spiels ohne Vorwarnung entfernt wurden“, schrieb „ExplorEverythingOnce“. Der Nutzer weiter: „Ich habe ihnen die Battlefield-Website verlinkt, auf der alle Modi aufgeführt sind, die über das Matchmaking verfügbar sein sollen, und dann die Community-Übertragung von heute. Der Support-Mitarbeiter, mit dem ich gesprochen habe, stimmte zu, dass das nicht richtig war. Also hat er mir den vollen Betrag zurückerstattet, den ich am Starttag für die Phantom Edition bezahlt habe.“ Steam als möglicher Präzedenzfall? Die Store-Seite von „Battlefield 6“ führt den Modus „Rush“ weiterhin als einen der groß angelegten Spielmodi auf, obwohl die Entwickler ihn kürzlich stillschweigend entfernt haben. Vor diesem Hintergrund wirkt die Entscheidung, eine Rückerstattung zu gewähren, durchaus nachvollziehbar. Schließlich dürften sich mögliche Käufer auf die beworbenen Inhalte verlassen und würden anschließend feststellen, dass ein zentraler Spielmodus nicht mehr verfügbar ist. Die Store-Seite vermittelt damit nach wie vor ein Bild vom Umfang des Spiels, das inzwischen nicht mehr der Realität entspricht – und weckt bei potenziellen Käufern entsprechend falsche Erwartungen. Der Fall könnte deshalb als neues Beispiel dafür dienen, wie Steam und möglicherweise auch andere Anbieter künftig mit Rückerstattungen umgehen, wenn Entwickler nachträglich beworbene Inhalte aus einem Spiel entfernen oder diese wesentlich verändern. „Battlefield 6“ ist für PC, PS5 und Xbox Series X/S erhältlich.

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