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Bauern fordern schnelle Hilfe: Lage am Schweinemarkt „katastrophal“

Nation

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Berlin – Der Bauernverband fordert von der Bundesregierung sauschnelle Finanzhilfen für schweinehaltende Betriebe. Der Grund: Die Fleischpreise sind eingebrochen. In einem Positionspapier heißt es: Im Frühjahr und Sommer ist „eine völlig ungewöhnliche, deutliche Preisabwärtsentwicklung zu beobachten“. Angesichts der „außerordentlichen Marktkrise“ verlangt der Verband Geld und weitere Erleichterungen.

Situation zunehmend existenzgefährdend

Die Lage wird als „katastrophal“ beschrieben, weil die Preise je Kilo Schlachtgewicht Schwein auf 1,40 Euro runtergekracht sind. Damit könnten Landwirte oft nicht einmal mehr ihre Kosten decken. Die Folge: Existenzgefährdung für zahlreiche Betriebe! „Es droht ein Strukturbruch, wie es ihn zuletzt während Corona gegeben hat.“

Für die Krise gibt es mehrere Gründe. Zum einen züchten und schlachten die Chinesen – lange Zeit der wichtigste deutsche Absatzmarkt – inzwischen selbst im großen Stil. Außerdem haben andere Exportländer ihre Kapazitäten ausgebaut, allen voran Brasilien. Mit den vergleichsweise niedrigen Produktionskosten treten die Billiglohn-Länder zunehmend in direkte Konkurrenz zu deutschen Betrieben.

„Heftiger Verdrängungswettbewerb“

Heißt: Fleisch , das vorher exportiert wurde, bleibt jetzt vermehrt im europäischen Markt. Das erhöht den Preisdruck für die Erzeuger. „Die Folge ist ein heftiger Verdrängungswettbewerb innerhalb des EU-Binnenmarktes mit erheblichen strukturellen Folgen für die Schweinehaltung in Deutschland.“

Weil die Produktionskosten auch im EU-Vergleich höher sind, droht laut Bauernverband die Gefahr, „dass die heimische Erzeugung erheblich einbricht“. Perspektivisch wird damit auch die Versorgung mit regional erzeugtem Schweinefleisch deutlich geschwächt, warnen die Landwirte.

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