DAX +0,48 % 26.126,30 Pkt 18:00:00 MDAX -0,26 % 32.426,33 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,15 % 6.476,98 Pkt 18:00:00 Dow Jones +2,20 % 54.349,12 Pkt 23:22:16 S&P 500 +1,62 % 7.723,55 Pkt 22:41:45 Nasdaq +1,73 % 26.363,44 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,19 % 65.508,77 Pkt 06:08:10 Gold +1,85 % 4.324,50 USD 06:13:05 Silber +0,48 % 62,40 USD 06:13:02 Brent -0,44 % 79,10 USD 06:12:42 WTI -0,58 % 74,78 USD 06:12:56 Bitcoin +0,03 % 64.618,48 USD 06:23:03 EUR/USD +0,16 % 1,15510 USD 06:22:53 EUR/GBP +0,07 % 0,85790 GBP 06:23:11 EUR/CHF -0,10 % 0,93210 CHF 06:23:10 EUR/JPY +0,15 % 182,130 JPY 06:23:11

Bauernregel zum 7. August macht eine ungewöhnlich düstere Vorhersage

Wissenschaft

Startseite Welt Bauernregel zum 7. August macht eine ungewöhnlich düstere Vorhersage Von: Bjarne Bock Uns auf Google folgen „An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält“, warnt eine sehr alte Bauernregel. Wie berechtigt diese Warnung heute wirklich ist. Der 7. August ist der Gedenktag der Heiligen Afra und fällt mitten in eine Phase, in der verbreitet starke Wärmebelastung und örtlich kräftige Gewitter erwartet werden. Genau in dieser Zeit setzt eine alte Bauernregel an, die dem Tag eine besondere Bedeutung zuschreibt: Sie warnt eindringlich vor Regen an Sankt Afra. Ein Blick auf die Herkunft der Regel und die aktuelle Vorhersage zeigt, wie sich Tradition und Wetterlage in diesem Jahr zueinander verhalten. Im Zentrum steht die Regel: „An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält.“ Ergänzend existiert die verwandte Fassung „An Sankt Afra Regen kommt für den Bauer ungelegen.“ Beide Sprüche warnen übereinstimmend vor Niederschlag an diesem Datum, wobei die erste Regel besonders betont, dass die negativen Folgen nicht nur kurzfristig spürbar seien, sondern sich über einen längeren Zeitraum hinziehen sollen – ein deutlich drastischeres Bild als bei vielen anderen Bauernregeln. Bauernregel zu Sankt Afra: Droht am 7. August lang anhaltendes Ungemach? Hintergrund dieser Warnung ist wieder die landwirtschaftliche Praxis vergangener Jahrhunderte: Anfang August lief die Getreideernte in weiten Teilen Mitteleuropas auf Hochtouren. Regen zu dieser Zeit erschwerte das Trocknen und Einbringen der Ähren erheblich, begünstigte Fäulnis und Schädlingsbefall und konnte damit tatsächlich langwierige wirtschaftliche Folgen für einen Hof nach sich ziehen. Die Formulierung „noch lange quält“ verweist genau auf diese anhaltenden, über Wochen spürbaren Auswirkungen. Die aktuelle Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zeigt für die Tage um den 7. August ein wechselhaftes Bild. Bereits am Wochenende und zu Beginn der neuen Woche ziehen von Südwesten immer wieder teils kräftige Schauer und Gewitter durch, dazu herrscht verbreitet große Hitze mit Höchstwerten zwischen 27 und 37 Grad. Für den Zeitraum um den 7. August selbst deutet sich laut Trendprognose eine Wetterzweiteilung an: Im Norden wird es unbeständiger und nur noch mäßig warm, im Süden hält die Hitze länger an. Besonders im Süden Deutschlands bleibt demnach auch am 7. August die Gewittergefahr bestehen, während sich die Hitze dort nur langsam abschwächt. Im Norden hingegen zeichnet sich eine ruhigere, wechselhaftere Lage ab. Damit könnte die Bauernregel zumindest regional zutreffen: Wo es zu Sankt Afra tatsächlich regnet, wären nach der Überlieferung negative Folgen für die Ernte zu erwarten – während trockenere Regionen im Norden aus dieser Perspektive besser abschneiden würden. Kommt ein bitterkalter Winter? Bauernregel zum August sorgt für Aufsehen. Wettervorhersage nach Bauernregeln Es gibt viele Bauernregeln, die auf jahrhundertelangen Beobachtungen basieren. Sie bieten oft einfache, aber prägnante Wettervorhersagen, die auf bestimmten Kalendertagen, dem Verhalten von Tieren oder dem Zustand der Natur beruhen. Laden Sie sich die Bauernregeln HIER kostenlos herunter So ist die Bauernregel zum 7. August abschließend zu beurteilen Ein bundesweit einheitliches Urteil lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, was ein grundsätzliches Problem klassischer Bauernregeln verdeutlicht: Sie wurden meist für eine bestimmte Region formuliert, in der lokale Erfahrungswerte über Generationen gesammelt wurden. Auf ein Land mit derart unterschiedlichen Wetterlagen wie Deutschland, wo Norden und Süden am selben Tag komplett gegensätzliches Wetter erleben können, lässt sich eine einzelne Regel kaum sinnvoll übertragen. Wer war die Heilige Afra? Afra von Augsburg lebte der Überlieferung nach im 3. Jahrhundert und soll vor ihrer Bekehrung ein Leben als Kurtisane geführt haben. Nach ihrer Taufe wurde sie zur überzeugten Christin und starb während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod. Sie gilt als Stadtpatronin von Augsburg, wo sich ihr Grab befindet, über dem später eine Basilika errichtet wurde. Ihr Gedenktag ist der 7. August.

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