Baumarkt: Obi verliert überraschend den Chef an einen Konkurrenten
Düsseldorf. Der Chef des Baumarktbetreibers Obi, Sebastian Gundel, gibt überraschend seinen Posten auf. Das Unternehmen teilte mit, sich „in gegenseitigem Einvernehmen“ getrennt zu haben. Ein Nachfolger steht bisher nicht fest. Vorübergehend übernehmen Finanzchef Miguel Müllenbach und Vertriebschef Jochen Ludwig die Leitung des Handelsunternehmens.
„Sebastian Gundel hat mit großer Energie und klarem strategischem Blick entscheidende Impulse für Obi gesetzt“, sagte Christian Haub, Aufsichtsratsvorsitzender von Obi und Inhaber der Tengelmann-Gruppe, des Mehrheitsgesellschafters von Obi. Er habe besonders die Verzahnung des stationären und digitalen Geschäfts vorangetrieben.
Trotzdem muss Gundel das Unternehmen sofort verlassen. Der Grund ist pikant und hat bei Obi wohl für Verärgerung gesorgt: Der Manager wechselt zum britischen Konkurrenten Kingfisher, der immer mal wieder versucht hatte, nach Deutschland zu expandieren. Gundel soll dort im Februar 2027 den Posten des Vorstandschefs übernehmen, wie Kingfisher am Dienstag mitteilte.