Bayer Leverkusen: Neuer Leverkusen-Star Facundo Medina sammelte Müll im Maradona-Viertel
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Leverkusen – Die Bundesliga-Stürmer sollten gewarnt sein! Mit Facundo Medina (27) holt sich Bayer Leverkusen einen kompromisslosen Verteidiger für 20 Mio. Euro Ablöse aus Marseille. Er wird am heutigen Montag zum Medizincheck erwartet und bis 2031 unterschreiben. Die bewegende Lebensgeschichte des argentinischen Vize-Weltmeisters ist eine der bemerkenswertesten dieses Transfersommers. Medina wuchs in Villa Fiorito im Süden des Großraums Buenos Aires auf, genau wie Argentiniens 2020 im Alter von 60 Jahren verstorbene Fußball-Ikone Diego Armando Maradona. Medina gehört neben Maradona zu den bekanntesten Kickern, die es aus dem Problemstadtteil nach oben schafften. Er wird in seiner Heimat auch „Kind aus Fiorito“ genannt. Sein irrer Aufstieg aus dem Armenviertel bis in die Nationalelf und sogar nach Europa hat viele in Argentinien begeistert. Der Abwehr-Star war Müllsammler im Maradona-Viertel. Ein sogenannter „Cartonero“. Um das Einkommen der Familie zu sichern, sammelte Medina bis zum Eintritt ins Internat von River Plate im Alter von zwölf Jahren Papier, Karton und andere Wertstoffe – mehrere Stunden am Tag. Medina war ein „Cartonero“ In einem Interview bei ESPN beschrieb Medina seine schwierige Kindheit: „Ich hatte andere Jobs. Man musste im Viertel überleben. Ich musste mir einen Karren nehmen und arbeiten, wie alle anderen auch. Ich bin mit meinen Onkeln und der ganzen Familie Karton sammeln gegangen. Das war von Montag bis Freitag Familienarbeit. Zu essen hatten wir, aber man musste sich anstrengen. Wir gingen gegen vier oder fünf Uhr nachmittags los und kamen gegen neun oder zehn Uhr abends zurück.“