Bayer Leverkusen zerlegt zahnloses Union Berlin
Schon nach 44 Sekunden erzielte Ezequiel Fernandez das 1:0 für die Gastgeber. Facundo Medina (28.) und Patrick Schick (48.) legten für die Werkself nach, ehe der erneut spielfreudige Ibrahim Maza (66.) mit dem 4:0 frühzeitig den Deckel drauf machte.
Damit gab die Mannschaft von Carles Martinez die erhoffte Antwort auf das 2:3 bei der SV Elversberg zum Auftakt. Für den 1. FC Union Berlin, dem kein einziger Schuss aufs das Tor gelang (xGoal-Wert 0,15) sieht es nach dem zweiten sieglosen Spiel schon früh in der Saison nicht so gut aus.
Lustrinelli frustiert, Maza fröhlich
"Leverkusen war einfach besser, in jedem Bereich. Sie waren immer einen Schritt schneller als wir und das hat über 90 Minuten den Unterschied gemacht", analysierte Trainer Mauro Lustrinelli.
Leverkusens Offensivspieler Ibrahim Maza freute sich über die Reaktion seiner Mannschaft nach der Niederlage am ersten Spieltag: "Wir hatten viel Spaß auf dem Platz, ich glaube, das hat man gesehen."
Leverkusens Guiterrez und Fernandez blitzwach gegen schläfrige Berliner
So wie Leverkusen vergangene Woche in Elversberg war dieses Mal Union Berlin zumindest vom Kopf her nicht richtig auf dem Platz, da stand es schon 0:1. Eine Tillman-Hereingabe vom rechten Strafraumeck rutschte komplett durch alle Beine links neben das Tor. Da war Miguel Gutierrez durchgestartet und legte zurück auf Fernandez, der nur noch einschießen musste.
Die Gastgeber hatten sofort Oberwasser. In den nächsten Minuten hatten es die Gäste einzig Schlussmann Frederik Rönnow zu verdanken, dass das Ergebnis stabil blieb. Gegen Maza (5.) aus spitzem Winkel, einen Kopfball aus fünf Metern von Schick (9.) und einen Distanzschuss von Afredo Moreira (14.) war Berlins Keeper jeweils stark zur Stelle.
Unions Offensive nicht existent
Aber im Vorfeld des 0:2 sah Rönnow dann nicht ganz so gut aus. Der Däne segelte unter einem Eckball hindurch, hatte zunächst Glück, dass Schick hinter ihm nur an die Latte köpfte. Aber den zweiten Ball holte sich Leverkusen. Gutierrez flankte perfekt auf Innenverteidiger Medina, der wuchtig per Kopf im Zentrum traf.
Und Union? Von den Gästen kam in der ersten Halbzeit offensiv überhaupt gar nichts. Meistens kam Berlin nur über lange Einwürfe in den Strafraum - zum Abschluss gar nicht. Ein xGoal-Wert zur Pause von 0,02 sprach Bände. "Wir waren etwas zu passiv und konnten nicht die nötige Energie und Entschlossenheit auf den Platz bringen", erklärte Lustrinelli nach dem Spiel.
Leverkusens Schick schockt Berlin schnell
Denn auch in der Pause schien er keine Antwort gefunden zu haben. Beim 3:0 für die Werkself schaute Unions Defensive zu, wie erst Jarell Quansah über halbrechts in die Tiefe ging und quer passte. Und dann stand Schick auch noch fünf Meter vor dem Tor völlig blank und machte souverän sein zweites Saisontor.
Aufbäumen, Gegenwehr, Wille? Fehlanzeige bei Union Berlin. Leverkusen konnte sich den Frust frei von der Seele spielen und tat das auch. Der unermüdliche Maza belohnte sich, als er erst mit der Hacke einen Verteidiger tunnelte und nach kurzem Dribbling die Ablage von Schick mit einem schönen 18-Meter-Schuss ins rechte Eck zum 4:0 veredelte. Damit war früh alles gesagt.
Danach feierten die Bayer-Fans noch die Einwechslung von Rückkehrer Moussa Diaby (67.) und am Ende einen klaren und in der Höhe verdienten Heimsieg. Geht es nach Maza, war dieser Sieg nur der erste in einer denkwürdigen Saison: "Wir wollen Trophäen gewinnen."
Leverkusen in Augsburg, Union gegen Schalke
Nach der gelungenen Wiedergutmachung ist Leverkusen am 3. Spieltag am Samstagnachmittag (12.09.2026, 15.30 Uhr) beim FC Augsburg zu Gast. Union tritt bereits am Freitagabend (20.30 Uhr) an der heimischen Försterei gegen Aufsteiger FC Schalke 04 an.