Bayern-Aus für Lennart Karl? „Wo soll der denn dann spielen?“
Lennart Karl muss beim FC Bayern derzeit um jede Einsatzminute kämpfen. Trotz seines großen Talents zweifelt ein ehemaliger Münchner an seiner Zukunft beim Rekordmeister und hält eine Leihe für wahrscheinlich.
Sechs Pflichtspiele, 169 Einsatzminuten, ein Tor und eine Vorlage: Für Lennart Karl verläuft die neue Saison beim FC Bayern bislang eher durchwachsen. Nachdem der 18-Jährige im vergangenen Jahr seinen Durchbruch gefeiert hatte, muss er sich inzwischen mit einer Nebenrolle begnügen.
FC Bayern: Basler sieht kaum Platz für Lennart Karl
Dabei hatte der Offensivspieler zuvor mit neun Treffern und sieben Vorlagen in 39 Einsätzen auf sich aufmerksam gemacht. Doch der Konkurrenzkampf beim deutschen Rekordmeister ist enorm. Für Mario Basler steht deshalb sogar infrage, ob Karl jemals eine feste Größe in München werden kann.
„Ich glaube nicht, dass Lennart Karl irgendwann mal Stammspieler bei Bayern München wird. Das glaube ich einfach nicht“, erklärte der Europameister von 1996 in seinem Podcast „Basler ballert“. Die Zweifel des 57-Jährigen hängen vor allem mit der Besetzung der Münchner Offensive zusammen.
Auf dem rechten Flügel, Karls bevorzugter Position, führt derzeit kaum ein Weg an Michael Olise vorbei. Auch Luis Díaz gehört zu den etablierten Leistungsträgern. Im Zentrum beansprucht Jamal Musiala einen Stammplatz, während Serge Gnabry zusätzliche Konkurrenz bedeutet. „Wenn Luis Diaz und Olise ihre Form beibehalten, wovon wir jetzt mal ausgehen, wo soll der denn dann spielen?“, fragte Basler.
Lennart Karl mit Bayern-Vertrag bis 2029
Aus seiner Sicht könnte ein vorübergehender Abschied deshalb die sinnvollste Lösung sein. Der frühere Bayern-Profi erwartet, dass Karl „nächste oder spätestens übernächste Saison zu einem anderen Verein ausgeliehen wird, um Spielpraxis zu kriegen und permanent spielen zu können“.
Ob es tatsächlich dazu kommt, ist allerdings offen. Eine Entscheidung über Karls Zukunft wurde bislang nicht bekannt gegeben. Zeitdruck besteht für die Münchner ohnehin nicht: Das Bayern-Juwel besitzt noch einen Vertrag bis 2029. Bis dahin bleibt Karl die Möglichkeit, Baslers düstere Prognose mit starken Leistungen zu widerlegen.