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Bayern-Bosse rechnen mit übrigen Bundesligisten ab: "Es kann nicht sein, dass ..."

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In den vergangenen Jahren hat der FC Bayern Teile seiner Vorbereitung stets in Übersee verbracht, um dort die Werbetrommel für die Bundesliga zu rühren. Dass viele andere Vereine die beschwerliche Reise auf andere Kontinente scheuen, sorgt im Lager des deutschen Rekordmeisters für Ärger. "Internationalisierung ist kein Solo-Lauf eines einzelnen Vereins, sondern das müssen wir alle zusammen in der Bundesliga machen - und dann muss die Bundesliga auch deutlich mitziehen", forderte Präsident Herbert Hainer zum Ende von Bayerns Asien-Tour im luxuriösen Teamhotel in Hongkong. Der Klubboss weiter: "Es kann nicht sein, dass der FC Bayern nur allein den Wagen zieht, sondern wir brauchen hier eine deutlich aktivere Unterstützung der gesamten Bundesliga, nicht nur von ein oder zwei Vereinen, sondern von der ganzen Bundesliga." Nach der vergangenen Saison war RB Leipzig nach Südafrika gereist, in diesem Sommer Borussia Dortmund nach Japan. Im September fliegt der SC Paderborn in die USA. Auch Rouven Kasper, seit dem 1. Januar Vorstand Marketing und Vertrieb beim FC Bayern, wünscht sich mehr Unterstützung. Manche würden über die Internationalisierung denken, "dass es die Kür wäre", doch "aus unserer Sicht ist es die Pflicht für jeden, rauszugehen." FC Bayern moniert "definitiv zu wenig" Einsatz Wenn der FC Bayern auf weite Reisen gehe und "Relevanz" produziere, würden alle davon profitieren, hob Kasper hervor: "Solidarität ist zu 100 Prozent richtig. Aber es ist schon so, dass die Kolleginnen und Kollegen einfach mal realisieren müssen, dass nicht nur wir das ganze Internationalisierungsschiff mit ein, zwei anderen zusammenziehen, sondern, dass sie auch direkt Fußballschuhe mal packen müssen und es Pflicht ist, ins Ausland zu reisen. Und das ist definitiv zu wenig." Wenn zur Jahresversammlung der Kommission Internationalisierung von 36 Klubs nur 19 kämen, "dann zeigt das schon, dass viele einfach gar kein Interesse daran haben", übte der 44-Jährige scharfe Kritik an den übrigen Erst- und Zweitligisten.

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