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Bayern-Legende schießt gegen Guardiola: „Nicht belehrbar“

Sport

Der Streit zwischen Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Pep Guardiola liegt mehr als zehn Jahre zurück. Doch der ehemalige Mannschaftsarzt des FC Bayern hat mit dem Startrainer offenbar noch immer nicht abgeschlossen – und erhebt erneut deutliche Vorwürfe.

Müller-Wohlfahrt spricht über Guardiola-Streit

Eine Versöhnung mit Pep Guardiola? Für Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kommt das offenbar nicht infrage. Der langjährige Mannschaftsarzt des FC Bayern zeigt sich auch Jahre nach dem Zerwürfnis mit dem früheren Münchner Trainer unversöhnlich. Im Gespräch mit der „Bild“ erklärt der 84-Jährige: „Es macht keinen Sinn. Man spricht von einem Alphatier, er ist da nicht belehrbar – glaube ich jedenfalls.“

Besonders das Verhalten Guardiolas gegenüber der medizinischen Abteilung habe ihn damals gestört. Müller-Wohlfahrt wirft dem Spanier vor, die Arbeit seines Teams nicht ausreichend respektiert und eigene Vorstellungen über medizinische Einschätzungen gestellt zu haben.

Wie weit die Meinungsverschiedenheiten gingen, zeigt eine ungewöhnliche Episode aus der gemeinsamen Bayern-Zeit. Bei einer Auseinandersetzung schlug Müller-Wohlfahrt derart heftig auf einen Frühstückstisch, dass das Geschirr der Spieler klapperte.

Ein zentraler Streitpunkt war die Verletzung von Thiago. Nach Darstellung des Mediziners hätte der Mittelfeldspieler nach sechs Wochen wieder einsatzfähig sein können. Guardiola entschied sich jedoch für eine Behandlung in Spanien. „Aus meinen sechs Wochen wurde ein Jahr Pause. Ich war sauer, dass wir so kompromittiert wurden. Das konnte ich nicht akzeptieren“, erinnert sich Müller-Wohlfahrt.

FC Bayern: Hoeneß fehlte beim großen Knall

Im April 2015 kam es schließlich zum endgültigen Bruch. Nach Bayerns 1:3-Niederlage gegen den FC Porto in der Champions League legte der Arzt gemeinsam mit seinem Team die Arbeit nieder. Rückblickend glaubt Müller-Wohlfahrt, dass Uli Hoeneß die Eskalation hätte verhindern können. Der damalige Bayern-Präsident befand sich zu dieser Zeit in Haft.

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