Bayern-Remis gegen Arsenal: Kompany will keine Nachhilfe von Klopp
Der von einem „saftigen Virus“ geschwächte Bayern-Coach Vincent Kompany hatte nach dem Spiel gegen den FC Arsenal in der Champions League keine Lust auf öffentliche Nachhilfe vom deutschen Bundestrainer. Jürgen Klopp hatte beim 2:2 des FC Bayern München im Halbzeit-Interview beim Streamingdienst DAZN gesagt, dass er den Plan von Kompanys Mannschaft im Spiel gegen den Ball immer noch nicht verstanden habe.
Den 59-jährigen Klopp verwirrte insbesondere die Rolle von Torjäger Harry Kane dabei. „Da sage ich nichts dazu. Nächste Frage“, antwortete Kompany, als er um Mitternacht in der Pressekonferenz auf Klopps Aussagen angesprochen wurde.
„Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden“, hatte Klopp zuvor in der Analyse der ersten Spielhälfte bei DAZN gesagt: „Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich lerne immer noch.“
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Klopp: „Alle dürfen machen, was sie wollen“
Insbesondere die Rolle von Harry Kane ist und bleibt für Klopp offenbar ein Rätsel. „Harry Kane ist überall. Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball?“ Da sehe er ihn zeitweise tief stehend, etwa im Mittelfeld-Pressing. Das schien den Bundestrainer eher zu verwirren. „Ich bin nicht Papst des Fußballs, alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich auch nicht“, sagte Klopp und lachte.
Kompany selbst sagte zur Rolle von Kane, er habe „einfach das Gespür dafür, in den richtigen Momenten in andere Räume zu gehen. [...] Wenn die Verteidiger herausrücken und Harry ein bisschen Zeit bekommt, kann er unglaublich präzise lange Pässe spielen. Dadurch haben wir einige Male die Tiefe sehr gut genutzt.“
Beim 2:2 (1:1) des deutschen Fußballmeisters gegen den englischen Champion ging es in der Allianz Arena 90 Minuten intensiv zur Sache. In einem Spiel auf hochklassigem Niveau drehten die Münchner einen Rückstand, mussten sich am Ende aber mit einem Unentschieden zufrieden geben. Kane, dessen Rolle Klopp nicht ganz versteht, traf in der 61. Minute vom Elfmeterpunkt zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Ähnlich wie schon beim 6:1-Erfolg gegen Leipzig war Kane als Ballverteiler im eigenen Strafraum zu sehen, in der 21. Minute leitete er mit einem Abstoß eine Chance für die Bayern ein. 14 Minuten später traf Alphonso Davies nach einem Traumpass von Kane zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung.