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BayernTrend: Minus für CSU, Plus für Grüne, AfD mit Höchstwert

Nation

Umfrage-Minus für die CSU in Bayern: Wenn an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, blieben die Christsozialen laut BR24 BayernTrend mit 36 Prozent zwar deutlich stärkste Kraft. Aber die aktuelle Schwäche der Union im Bund scheint sich auch auf Bayern auszuwirken: Im Vergleich zum Januar verliert die CSU drei Prozentpunkte. Sie liegt damit knapp unter ihrem Landtagswahlergebnis von 2023 (37,0 Prozent).

Die Freien Wähler bleiben laut der repräsentativen Umfrage von Infratest dimap unverändert bei neun Prozent. Bei der Landtagswahl hatten sie 15,8 Prozent erreicht.

Der BR24 BayernTrend war auch Thema bei BR24 um 16 Uhr. BR-Reporter Julian von Löwis skizzierte die Entwicklung der politischen Stimmung. Außerdem erläuterte er, wie sich die Bayern zur Gesundheitsversorgung vor Ort äußern. Darüber sprachen wir auch mit Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Das Video finden Sie unter diesem Artikel.

Bisher höchster AfD-Wert

Zweitstärkste Kraft wäre die AfD, die sich um zwei Punkte auf 21 Prozent verbessert. Es ist der höchste je im BayernTrend gemessene Wert. Ebenfalls ein Plus von zwei Prozentpunkten verzeichnen die Grünen, die auf 15 Prozent kommen, ihr bester Wert in dieser Legislaturperiode. Die SPD verharrt bei acht Prozent.

Die Linke legt einen Punkt zu auf vier Prozent. Es ist ihr höchster Wert seit acht Jahren, als sie auf den Sprung in den Landtag hoffen konnte, letztlich aber scheiterte. Alle übrigen Parteien kämen derzeit zusammen auf sieben Prozent.

48 Prozent mit Söder zufrieden, 49 Prozent unzufrieden

Mit Söder ist nach wie vor fast jeder Zweite im Freistaat zufrieden: 48 Prozent (-1 Punkt). Zum ersten Mal seit 2018 ist der Anteil der Bayern, die mit seiner Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden sind, minimal höher: 49 Prozent. Bei Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist das Verhältnis 40 zu 47 Prozent. 13 Prozent kennen ihn nicht oder machen keine Angabe.

Bekanntester Fraktionschef ist Klaus Holetschek von der CSU: Bei ihm überwiegt mit 33 zu 31 Prozent die Zufriedenheit. Dahinter folgt die Grüne Katharina Schulze mit 31 zu 28 Prozent. Bei Florian Streibl (Freie Wähler) ist das Verhältnis von Zufriedenen zu Unzufriedenen mit 17 zu 17 Prozent ausgeglichen. Die übrigen 66 Prozent können oder wollen sich nicht äußern. Auch bei Katrin Ebner-Steiner (AfD) gibt nur eine Minderheit eine Bewertung ab: 11 Prozent äußern sich zufrieden, 26 Prozent unzufrieden. Ihr Co-Fraktionschef Ulrich Singer liegt bei 9 zu 12 Prozent, der SPD-Fraktionsvorsitzende Holger Grießhammer bei 8 zu 15 Prozent.

Mit der Arbeit von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ist gut jeder Dritte in Bayern (35 Prozent) zufrieden, fast jeder Zweite (47 Prozent) unzufrieden. Forschungsministerin Dorothee Bär liegt bei 26 zu 38 Prozent, Landwirtschaftsminister Alois Rainer (beide CSU) bei 12 zu 17 Prozent.

Mehrheit sieht Aigner als Bundespräsidentin

Eine klare Mehrheit der Bayern hält Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) für geeignet, nächstes Jahr die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anzutreten: 59 Prozent sehen sie als gute Besetzung, 22 Prozent als keine gute Besetzung. Fast jeder Fünfte hat dazu keine Meinung oder machte keine Angaben. Die Zustimmung zu Aigner wächst mit dem Alter: Besonders groß ist sie mit 75 Prozent unter den Bayern ab 65 Jahren.

Der BR24 BayernTrend

Infratest dimap verweist darauf, dass die Sonntagsfrage zu Wahlen aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten messe. Sie ermittle einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen sei. Rückschlüsse auf den späteren Wahlausgang seien damit nur bedingt möglich. Immer mehr Wähler legen sich den Meinungsforschern zufolge kurzfristig vor einer Wahl fest, zudem habe die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Für den neuen BR24 BayernTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von 12. bis 17. Oktober 2026 insgesamt 1.207 Wahlberechtigte in Bayern (708 per Telefon, 499 online). Es handelt sich um eine repräsentative Studie.

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