DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Bayreuther Festspiele: Katharina Wagner und Michel Friedman eröffnen Festspiele nach Streit

Unterhaltung

Die 150. Bayreuther Festspiele sind eröffnet worden. Zum Auftakt der Richard-Wagner-Festspiele zeigten sich die Chefin der Veranstaltung, Katharina Wagner, und der jüdische Publizist Michel Friedman zusammen und begrüßten die Ehrengäste des Festivals. Einen vorangegangenen Disput haben beide offenbar beigelegt, sie wirkten sichtlich vertraut miteinander. Bei ihrer Rede zur Eröffnung wiederholte Wagner ihre Entschuldigung an Friedman. Zuvor hatte es Streit zwischen der Urenkelin Richard Wagners und Friedman gegeben, da diese ihn zunächst als Redner zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen, diese dann jedoch aus Sicherheitsgründen wieder abgesagt hatte. Friedman hätte eine Rede über Antisemitismus und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit halten sollen. Später entschuldigte sich Wagner bei ihm und kündigte an, die Rede wie geplant stattfinden zu lassen, was Friedman annahm. Politprominenz bei Eröffnung An der Eröffnung nahmen auch mehrere Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik teil. Unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz, Altkanzlerin Angela Merkel (beide CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) waren in Bayreuth zugegen. Neben weiteren Mitgliedern der Bundesregierung wie Nina Warken (CDU) und Dorothee Bär (CSU) war auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) zu Gast. Bei ihrem 150. Jubiläum sollen sich die Bayreuther Festspiele dieses Jahr verstärkt mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Es gehe darum, »Nein zu sagen« zu Rassismus, Chauvinismus und einer Verharmlosung der Geschichte, sagte Wagner bei der Eröffnung. Dies gelte vor allem »wegen der sehr persönlichen Verknüpfung« ihrer Familie mit dem NS-Regime. Die Bayreuther Festspiele seien nie losgelöst von ihrer Zeit gewesen und daher auch »weit mehr als ein Anlass, zu feiern«. Zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele soll an diesem Sonntag Wagners Frühwerk Rienzi aufgeführt werden. Dieses wird vielfach, wenn auch nicht eindeutig belegt, als Lieblingsoper von Adolf Hitler bezeichnet – ein bekanntermaßen großer Verehrer von Richard Wagner. Auch Bundeskanzler Merz adressierte in seinem Grußwort die Verbindung der Festspiele zur NS-Zeit sowie Richard Wagner selbst, dessen Antisemitismus immer wieder Anlass zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Komponisten gibt. Wagners Musik solle man daher »genießen, aber nicht ohne Misstrauen«, sagte Merz. »Canceln ist jedenfalls auch hier keine Lösung.« Erstmals KI bei Wagner-Inszenierungen Die Regisseurinnen Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka bezeichneten das Werk in Zeiten erstarkender rechtsradikaler Positionen als »Mahnmal«. Vor der Premiere am Nachmittag sollen zwei Veranstaltungen an jüdische Musikerinnen und Musiker erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Neben einem Gedenkakt samt Ausstellung im Festspielpark umfasst dies auch die Rede des jüdischen Publizisten Friedman.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren