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"Bedarf gemeinsamer Anstrengung": Schneider sichert Ukraine Hilfe bei Reparatur der Tschernobyl-Hülle zu

Technologie

Die Schutzvorrichtung um den havarierten Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl ist nach einem russischen Angriff seit anderthalb Jahren beschädigt. Die Reparatur ist kompliziert und kostenintensiv. Umweltminister Schneider verspricht der Ukraine deutsche Unterstützung. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Kiew Hilfe bei der Beseitigung der Schäden an der Schutzhülle der Atomruine Tschernobyl zugesichert. "Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine", sagte der SPD-Politiker, der am Morgen in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug eintraf. Er will auch die Sperrzone mit dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl besuchen. Dort gibt es nach einem russischen Drohnenangriff im Februar 2025 Schäden an dem Stahlbogen der Atomruine. "Die beschädigte Schutzhülle über dem zerstörten Reaktor muss repariert werden", sagte Schneider. Die Abschirmfunktion der Stahlkonstruktion, die mit Milliardenkosten über einen zuvor gebauten Betonsarkophag gezogen wurde, ist laut Experten nun nicht mehr gewährleistet. Die Reparaturkosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf rund 500 Millionen Euro geschätzt. Die Reparatur sei hochkomplex, sagte Schneider einer Mitteilung des Ministeriums zufolge; "und es wird gemeinsamer internationaler Anstrengung bedürfen, um diese zeitnah ermöglichen zu können. Unter den G7-Staaten ist dazu bereits ein Prozess angelaufen". Deutschland sei für die Ukraine ein starker Partner auf dem Weg in die Europäische Union; Kiew könne dabei auch auf finanzielle Hilfe setzen, sagte Schneider. Er wird nach eigenen Angaben von gut einem Dutzend Unternehmern begleitet, die in der Ukraine investieren und mit dem Land gemeinsame Projekte entwickeln wollten. "Gerade jetzt ist das wichtig", sagte er zum Zeitpunkt der Reise. "Der Juli war für die Zivilbevölkerung einer der schwersten Monate seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Es war der Monat mit den meisten zivilen Opfern seit Mai 2022", erklärte Schneider. Trotz ihres Kampfes arbeite die Ukraine auch an ihrer Zukunft, indem sie etwa auf erneuerbare Energien bei der Versorgung setze. Deutschland habe dem Land im Bereich grüner Technologien einiges zu bieten, führte Schneider aus. "Davon profitieren beide Seiten: Die Ukraine bekommt moderne und robuste Infrastruktur. Und für deutsche Unternehmen entsteht ein wichtiger Zukunftsmarkt", erklärte der Minister. Deutschland unterstütze die klima- und umweltfreundliche Erneuerung in der Ukraine.

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