Bedingungen, Fristen und der Zins-Haken
Die DKB zahlt Neukunden ab dem 17. August 2026 bis zu 200 Euro Bonus, aufgeteilt in 150 Euro fürs Girokonto und 50 Euro fürs Tagesgeld. Beide Teile hängen an mehreren Fristen und Geldeingängen. Der Tagesgeld-Bonus fängt vor allem den mageren Zins von 1,00 Prozent auf. Wir rechnen nach, was am Ende wirklich übrig bleibt. Suchen Sie ein kostenloses Girokonto und würden nebenbei gern ein paar Euro Prämie mitnehmen? Dann hat die DKB seit dem 17. August 2026 eine Aktion für Sie: Unter dem Motto "Keine halben Sachen" bekommen Neukunden bis zu 200 Euro Bonus, wenn sie ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto clever kombinieren. Klingt nach einer runden Sache. Doch bei Prämien-Aktionen entscheidet nicht die Zahl auf dem Werbebanner, sondern die Frage, wie leicht Sie tatsächlich an das Bonus-Geld kommen. Wir haben uns die offiziellen Aktionsbedingungen Punkt für Punkt angesehen. Wichtig zu wissen: Der Bonus ist zweigeteilt, und beide Teile haben eigene Fristen und Hürden. Ein Girokonto ist schnell eröffnet, aber die volle Prämie verlangt etwas Disziplin bei den Geldeingängen. Und beim Tagesgeld lohnt ein zweiter Blick auf den Zins. So kommen Sie an die vollen 200 Euro Bonus der DKB Die 200 Euro setzen sich aus zwei getrennten Prämien zusammen. 150 Euro gibt es für die Eröffnung des kostenlosen Girokontos, 50 Euro zusätzlich für ein Tagesgeldkonto. Sie können den Giro-Bonus auch allein mitnehmen, die 50 Euro obendrauf funktionieren aber nur in Kombination. Den Antrag für das Girokonto müssen Sie bis zum 15. September 2026 stellen. Für das Tagesgeldkonto haben Sie etwas länger Zeit: Die Beantragung ist laut Bedingungen bis zum 30. September 2026 möglich, und zwar erst nach Eröffnung des Girokontos. Ausgezahlt wird der Bonus gebündelt am 18. Dezember 2026 auf Ihr neues Girokonto, sofern Sie alle Voraussetzungen erfüllt haben. Die Bedingungen für den DKB-Bonus im Detail Für die 150 Euro fürs Girokonto müssen drei Dinge zusammenkommen. Erstens: der vollständige Kontoantrag im Aktionszeitraum. Zweitens: die Einwilligung in Werbung per E-Mail, die bis spätestens 30. November 2026 vorliegen und bis zur Gutschrift bestehen muss. Drittens, und das ist der eigentliche Knackpunkt: zwei Geldeingänge von jeweils mindestens 1.000 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Kalendermonaten nach der Kontoeröffnung, spätestens bis zum 30. November 2026. Teilbeträge sind erlaubt. Als Geldeingang zählen laut DKB unter anderem Lohn, Gehalt, Pension, Kindergeld, BAföG sowie Überweisungen von anderen Banken. Nicht anerkannt werden dagegen Bareinzahlungen, Überträge von Ihren eigenen DKB-Konten, Wertpapierumsätze oder Zinsgutschriften. Sie müssen das Konto also wirklich als Alltagskonto füttern, ein simpler Selbstübertrag reicht nicht. Für die 50 Euro Zusatzprämie beim Tagesgeld gilt eine eigene, engere Taktung: Sie zahlen mindestens 2.500 Euro bis spätestens 7. Oktober 2026 ein und lassen dieses Guthaben bis mindestens 30. November 2026 auf dem Konto liegen. Ziehen Sie das Geld vorher ab, ist der Bonus futsch. Achtung, Steuerfalle: Solche Prämien zählen zu den sonstigen Einkünften. Kassieren Sie im selben Jahr mehrere Boni, behalten Sie die Freigrenze von 256 Euro im Blick. Wird sie überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil. Der Haken beim Tagesgeld: 1,00 Prozent statt Marktspitze Hier wird es für Sie interessant. Die DKB verzinst ihr Tagesgeld aktuell mit 1,00 Prozent pro Jahr (Quelle: biallo.de-Vergleichsrechner, Abruf 17. August 2026). Das ist deutlich unterdurchschnittlich. Der biallo-Index für den Tagesgeld-Basiszins liegt am 17. August 2026 bei 1,763 Prozent pro Jahr und ist seit Jahresbeginn um 0,315 Prozentpunkte gestiegen. Heißt konkret: Die 2.500 Euro, die Sie rund zwei Monate parken müssen, bringen an reinem Zins fast nichts. Der 50-Euro-Bonus ist praktisch der komplette Ertrag dieses Aktionsteils, nicht der Zins. Was bleibt netto beim DKB-Bonus übrig? Rechnen wir ehrlich. Für den Giro-Bonus über 150 Euro brauchen Sie zwei Gehaltseingänge, die viele ohnehin haben. Der Aufwand ist also überschaubar, das Konto ist kostenlos, unterm Strich ein solides Plus. Beim Tagesgeld sieht die Rechnung dünner aus. 2.500 Euro zu 1,00 Prozent bringen in rund zwei Monaten etwas mehr als 4 Euro Zinsen. Läge das Geld stattdessen zum Biallo-Index-Niveau von 1,763 Prozent, wären es rund 7 Euro. Und beim aktuellen Spitzenreiter (Chase) im biallo-Tagesgeld-Vergleich, der derzeit 4,00 Prozent pro Jahr zahlt (Abruf 17. August 2026), kämen sogar rund 17 Euro zusammen. Der reine Zinsverzicht gegenüber der Marktspitze kostet Sie über die zwei Monate also gut 13 Euro. Weil der Bonus mit 50 Euro trotzdem klar darüber liegt, lohnt sich die Zusatzprämie für diese kurze Haltefrist. Danach sollten Sie das Geld aber zügig auf ein besser verzinstes Konto umschichten. DKB gegen ING: 200 Euro sind nicht gleich 200 Euro Zum Einordnen ein Blick auf die Konkurrenz. Auch die ING wirbt aktuell mit 200 Euro fürs Girokonto. Der entscheidende Unterschied: Bei der ING gibt es die vollen 200 Euro bereits für die reine Girokonto-Eröffnung, an die weitere Bedingungen wie regelmäßige Geldeingänge geknüpft sind. Bei der DKB dagegen müssen Sie Girokonto und Tagesgeld mit 2.500 Euro Mindesteinlage kombinieren, um überhaupt auf 200 Euro zu kommen. Noch deutlicher wird der Abstand beim Zins. Wenn Sie bei der ING das Girokonto zusammen mit dem ersten Extra-Konto eröffnen, bekommen Sie einen Aktionszins von 3,75 Prozent pro Jahr für vier Monate auf Guthaben bis 250.000 Euro. Die DKB zahlt auf ihr Tagesgeld dagegen nur 1,00 Prozent. Das ist beim Parken der Mindesteinlage ein spürbarer Unterschied. Quelle: Aktionsbedingungen DKB und biallo.de; Stand: 17. August 2026 Der Unterschied liegt also nicht in der Prämienhöhe, sondern im Weg dorthin und vor allem im Zins. Wenn Sie ohnehin ein neues Tagesgeld suchen, bringt die ING-Kombi in den ersten vier Monaten deutlich mehr Zinsertrag. Die DKB punktet, wenn Sie ein dauerhaft kostenloses Girokonto wollen und den Tagesgeld-Teil nur für den 50-Euro-Bonus mitnehmen. Beide Aktionen gelten nur für echte Neukunden, die in den letzten zwölf Monaten kein Konto beim jeweiligen Anbieter hatten. Ein Vergleich der Konditionen lohnt sich in jedem Fall.