DAX +0,19 % 26.141,52 Pkt 17:12:13 MDAX +0,80 % 32.077,24 Pkt 17:12:17 Euro Stoxx 50 +0,61 % 6.461,31 Pkt 17:12:15 Dow Jones -0,59 % 53.150,04 Pkt 17:27:17 S&P 500 -0,41 % 7.676,19 Pkt 17:27:13 Nasdaq -0,62 % 26.166,57 Pkt 17:27:12 Nikkei -0,30 % 66.016,36 Pkt 08:45:03 Gold +3,06 % 4.654,40 USD 17:17:07 Silber +1,88 % 69,31 USD 17:17:14 Brent +0,27 % 94,03 USD 17:17:10 WTI -1,30 % 86,69 USD 17:17:16 Bitcoin +6,49 % 77.771,38 USD 17:27:15 EUR/USD +0,03 % 1,16780 USD 17:26:56 EUR/GBP -0,20 % 0,85660 GBP 17:27:17 EUR/CHF +0,53 % 0,93610 CHF 17:27:17 EUR/JPY +0,47 % 185,630 JPY 17:27:17

Befeuert das den Ukraine-Krieg?

Welt

Startseite Wirtschaft Russlands Wirtschaft in Not: Eskaliert Putin den Ukraine-Krieg? Von: Stephanie Schoen Uns auf Google folgen Die russische Wirtschaft wächst noch, doch laut Analysten zeigen sich tiefere Probleme. Dies könnte auch der Anlass sein, den Ukraine-Krieg zu eskalieren. Moskau – Beobachter der russischen Wirtschaft warnen vor schwierigen Entwicklungen, obwohl Wirtschaftswachstum in Russland noch gegeben ist. Angeführt werden dabei die Abhängigkeit des Kremls von Militärausgaben, höhere Steuern und subventionierte Bankkredite, wie CNBC berichtete. Alex Kolyandr, Europa-Direktor der Beratungsfirma Eurasia Group, warnte in einem Interview mit CNBC sogar davor, dass die erodierende Wirtschaftslage Präsident Putin zu einer Eskalation des Konflikts verleiten könnte. Er führte weiter aus, dass er nicht davon ausgehe, dass die wirtschaftlichen Probleme wieder verschwinden werden, und sich die schwierige Entwicklung schon jetzt in der Inflation, der Verlangsamung der Zivilwirtschaft und höheren Zinssätzen zeige. Russlands Haushaltsdefizit entwickelt sich rasant Auch Charles Lichfield, Direktor für wirtschaftliche Vorausschau und Analyse am GeoEconomics Center des Atlantic Council, sieht die Entwicklung der russischen Wirtschaft kritisch. Er verweist dabei auf die Inflation und das Haushaltsdefizit. Wie Lichfield gegenüber CNBC ausführte, steuert Russland auf eine Verdopplung des Defizits von 2025 zu, das bereits doppelt so hoch war wie das Defizit im Jahr 2024. Er führte in diesem Zusammenhang insbesondere die schwachen Energieeinnahmen des Landes an, die im ersten Halbjahr 2026 nur noch 64 Prozent des Vergleichswertes von vor zwei Jahren betrugen. Verschärfte westliche Sanktionen und die andauernden ukrainischen Dronenangriffe auf russische Raffinerien seien die Hauptgründe, so Lichfield. Auch erwarte er nicht, dass die zuletzt auf vier Prozent gedrückte Inflation auf diesem Niveau bleiben werde. Stößt Russlands Kriegswirtschaft an ihre Grenzen? Auch das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht die Entwicklung in der russischen Wirtschaft kritisch. Der im Juni 2026 veröffentlichte Kiel-Report „Endgame: The State of the Russian Economy“ stellt fest, dass Moskaus fiskalische Reserven weitgehend aufgebraucht seien. Die liquiden Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds (NWF) fielen von 6,5 Prozent des BIP vor dem Krieg auf nur noch 1,8 Prozent im April 2026, was dem Kreml kaum noch finanziellen Spielraum ließe, so das Institut. Andrei Klepach, ehemaliger stellvertretender Leiter des Wirtschaftsministeriums in Russland, sieht die Ursache für das Haushaltsdefizit und die Liquiditätseengpässe ganz klar im ungebremsten Wachstum der Militärausgaben. Wie Meduza berichtete, zeigte er auf, dass die staatlichen Beschaffungen, einschließlich der Rüstungsaufträge, von Januar bis Juli im Jahresvergleich um fast 40 Prozent auf 8,44 Billionen Rubel gestiegen sind und damit bereits 80 Prozent des Jahresplans erreicht haben. Die wirtschaftlichen Probleme treffen die Bürger in Russland

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