Befreiungsschlag für Dynamo: Dresden besiegt den 1. FC Magdeburg
Fußball | 2. Bundesliga
Dämpfer für den FCM: Dynamo Dresden feiert zweiten Saisonsieg
Stand: 18.10.2026 18:00 Uhr
Dynamo Dresden gewinnt das Elb-Clásico gegen den 1. FC Magdeburg. Niklas Hauptmann und Simon Straudi treffen für die Sachsen, die sich mit dem Heimsieg Luft im Tabellenkeller verschaffen.
von Oliver Leiste, SPORT IM OSTEN
Dynamo Dresden hat sich am Sonntag im Elb-Clasicó durchgesetzt. Die Schwarz-Gelben schlugen den 1. FC Magdeburg vor 30.651 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 2:0 (1:0). Kapitän Niklas Hauptmann per Elfmeter (9. Minute) und Simon Straudi (50.) erzielten die Tore.
Magdeburg startet druckvoll in die Partie
Der FCM hatte sich offenbar vorgenommen, die vermeintliche Verunsicherung der Gastgeber von Beginn an auszunutzen. Gerade mal 22 Sekunden brauchte Mateusz Żukowski für seinen ersten Abschluss. Nach einem langen Ball von Torhüter Dominik Reimann setzt er seinen Schuss aus 16 Metern knapp neben das Dynamo-Tor. Auch in der Folge drängte der 1. FC Magdeburg, der in dieser Saison schon einige Treffer in der Anfangsphase erzielt hatte, auf die frühe Führung. Emmanuel Iyoha, Magdeburgs bislang bester Schütze, zwang nach vier Zeigerumdrehungen Dynamo-Keeper Lennart Grill zu einer Fußparade.
Hauptmann trifft per Elfmeter zur Führung
Mitten hinein in die Drangphase der Blau-Weißen gab es unvermittelt Elfmeter für Dynamo Dresden. Nach einem Freistoß der Schwarz-Gelben wollte FCM-Verteidiger Tobias Müller im Strafraum klären. Statt des Balls erwischte er jedoch Nicolai Rapp – ein Vergehen, das zunächst nur dem VAR auffiel. Nach der Überprüfung durch Schiedsrichter Robin Braun entschied dieser auf Strafstoß für Dynamo. Kapitän Niklas Hauptmann verwandelte souverän.
Dynamo überlässt Magdeburg den Ball
Die Führung brachte Dynamo Sicherheit und spielte dem Matchplan der Gastgeber spürbar in die Karten. Die Schwarz-Gelben positionierten sich an der Mittellinie und überließen dem FCM den Ball. Nur sporadisch attackierten sie nach riskanten Zuspielen von Reimann und kamen so drei Mal zu guten Umschaltsituationen. Magdeburg agierte bisweilen ideenlos. Erst kurz vor dem Ende einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit nahmen Baris Atik und Moritz Broni Kwarteng das Spiel in die Hand. Doch fehlte es ihnen, genau wie ihren Mitspielern, rund um den Dynamo-Strafraum an Genauigkeit und Entschlossenheit.
Straudi erzielt sein erstes Tor für Dynamo
Halbzeit zwei begann mit guten Dresdner Spielzügen – und dem 2:0. Die Magdeburger bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, der eingelaufene Straudi vollendete flach zu seinem ersten Dynamo-Tor. Fortan entwickelte sich ein offenes Spiel. Der FCM wollte den schnellen Anschluss, Dynamo mit Kontern die Entscheidung.
Dynamo blieb auch nach der Führung gefährlich und kam über schnelle Gegenangriffe zu mehreren Großchancen. Vor allem Vermeij hätte die Partie frühzeitig entscheiden können, scheiterte jedoch mehrfach am starken Reimann und der Magdeburger Abwehr. Der FCM fand dagegen offensiv kaum Lösungen und strahlte überraschend wenig Überzeugung aus. Dynamo zog das emotional aufgeladene Derby auf seine Seite und brachte den Sieg verdient über die Zeit. Genau vor dieser Emotionalität hatte FCM-Trainer Sander im Vorfeld gewarnt.
Dynamo bringt den Derbysieg souverän ins Ziel
"So ein Derby-Sieg tut unglaublich gut, vor allem wenn so ein Druck auf dem Kessel war. Wir sind sehr leidensfähig gewesen gegen so eine starke Mannschaft", sagte Elfmeter-Torschütze Hauptmann. Auch Coach Thomas Stamm war erleichtert: "Wenn man die Startphase vielleicht wegnimmt, war es über 90 Minuten verdient, wenn man unsere Chancen sieht. So die ganz Dicken haben wir nicht zugelassen. Hinten heraus hat mir am besten gefallen, dass wir nicht nachgelassen haben. Das war ein Super-Schritt nach vorn."
Dynamo klettert aus dem Keller
Mit dem Sieg gelang Dynamo ein Befreiungsschlag im Tabellenkeller im der 2. Bundesliga. Die Elbflorenzer springen auf Platz 11. Magdeburg ließ nach zuletzt starken Leistungen die nötige Effizienz vor dem Tor vermissen und bleibt mit vier Siegen bei drei Niederlagen im oberen Tabellenmittelfeld hängen.
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