Bei Aldi kostet Kaffee so wenig wie früher! Das steckt hinter Hammer-Preis
Die Inflation wird zurückhgedreht. 8,99 Euro pro Kilo Kaffee: Aldi Süd sorgt derzeit mit einer aggressiven Preisstrategie für Aufsehen. Der Preis wirkt schnell wie aus einer anderen Zeit, schließlich ist Kaffee in den vergangenen Jahren spürbar teurer geworden. Hinter dem günstigen Kilopreis steckt die Aldi-Eigenmarke Barissimo. Wir haben uns angeschaut, was wirklich in der Tüte steckt.
Die 8,99 Euro gelten für ganze Bohnen im Ein-Kilo-Beutel. Damit liegt der Preis deutlich unter dem, was Kunden für viele Markenprodukte im Regal zahlen. Gleichzeitig zeigt er, wie stark der Wettbewerb unter den Discountern gerade tobt.
📌 Fakten zum Kaffee im Supermarkt
Barissimo ist erst seit einigen Jahren im Aldi-Regal, die Vorgängermarke hieß Markus Kaffee.
Kaffee zählt im Handel neben Milch und Butter zu den sogenannten „Eckprodukten“. Sie sind Waren des täglichen Bedarfs, deren Preise Kunden besonders gut im Kopf haben.
Bei Aldi Süd sind aktuell rund 90 verschiedene Kaffeeprodukte gelistet, vom Bohnenkaffee bis zur Kapsel.
Neben Kaffee senkten Discounter zuletzt auch die Preise für Pasta, Butter und Käse.
Welche Bohnenmischung steckt im Kilo-Beutel?
Barissimo setzt bei seinen günstigen Sorten meist auf eine Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen. Robusta ist im Einkauf günstiger, sorgt aber für eine kräftige Crema und einen intensiven Geschmack. Teure Marken werben dagegen häufig mit einem Anteil von 100 Prozent Arabica.
Der Rohkaffee für Barissimo stammt aus verschiedenen Anbauregionen wie Zentral- und Südamerika, Ostafrika und Asien. Für die Röstung arbeitet Aldi mit erfahrenen Partnern zusammen. Welche Rösterei genau hinter welcher Sorte steckt, verrät der Discounter allerdings nicht bei jedem Produkt.
Wer steckt hinter der Marke Barissimo?
Barissimo ist noch gar nicht so lange im Regal zu finden. Die Marke ersetzt seit einigen Jahren die früheren Aldi-Linien Amaroy und Tizio. Entwickelt wurde sie speziell für den Discounter selbst.
Auch interessant: Barissimo Kaffee: DIESE Hersteller stecken hinter der Aldi-Eigenmarke
Bei bestimmten Produkten wie Instant- oder Schonkaffee kommen auch externe Hersteller ins Spiel. Genannt werden dabei unter anderem die Deutsche Extrakt Kaffee GmbH und die Cafea GmbH. Für die klassischen Bohnen und den Mahlkaffee bleibt die Herkunft im Gegensatz zu einem Aldi selbst gebunden.
Deshalb senkt Aldi jetzt die Kaffeepreise
Der günstige Kilopreis kommt nicht von ungefähr. Erst hatte Lidl die Preise für 13 Kaffeesorten seiner Eigenmarke Bellarom gesenkt. Norma zog nach, wie „Lebensmittelpraxis“ berichtete, und verkaufte seinen „Caffeciao Caffè Crema“ seitdem ebenfalls günstiger.
Aldi folgte kurz darauf und reduzierte die Preise für Kaffeebohnen und löslichen Kaffee um bis zu einem Euro je Packung. Als Grund nennen die Discounter gesunkene Rohstoffpreise an den internationalen Kaffeebörsen. Die Preissenkungen sollen bundesweit und dauerhaft gelten.
Bleibt Kaffee trotzdem teurer als früher?
Trotz der aktuellen Preissenkungen bleibt Kaffee im Vergleich zu früheren Jahren ein teures Produkt. Noch 2023 kostete ein Kilo Eigenmarken-Bohnen im Schnitt weniger als acht Euro. Grund für den Anstieg waren Trockenheit und schwache Ernten in wichtigen Anbauländern.
Auch im aktuellen Sortiment von Aldi Süd zeigt sich, wie unterschiedlich die Preise je nach Sorte und Verpackung fallen. Das Vergleichsportal „Supermarktcheck“ listete für die Barissimo-Reihe zahlreiche Varianten mit eigenen Kilopreisen. Wer gezielt vergleicht, findet innerhalb der Eigenmarke teils deutliche Preisunterschiede.
Lohnt sich der günstige Aldi-Kaffee?
Für viele Kundinnen und Kunden dürfte der Preis von 8,99 Euro pro Kilo attraktiv bleiben, gerade im Vergleich zu Markenware. Wer den Fokus stärker auf reine Arabica-Qualität legt, sollte allerdings genauer auf die Sortenbezeichnung achten. Robusta-Anteile schmälern nicht zwangsläufig die Qualität, verändern aber den Geschmack spürbar.
Am Ende zeigt der Blick auf Barissimo, wie Discounter Kaffeepreise über Röstpartner und Mischverhältnisse steuern. Wer bewusst kauft, kann derzeit ordentlich sparen. Ein Blick auf die Zutatenliste und die Bohnensorte lohnt sich trotzdem immer.
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