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Bei Asthma und COPD: App erkennt Schub womöglich an der Stimme

Gesundheit

Studie zu Asthma und COPD

App erkennt Verschlechterung womöglich schon früh an der Stimme

Von Geraldine Nagel

06.07.2026 - 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Handy-App könnte künftig dabei helfen, Krankheitsschübe bei Asthma und COPD schon Tage vorher anhand der Stimme zu erkennen. Was die Studie zeigt.

Neue Studienergebnisse legen nahe, dass sich akute Verschlechterungen bei Asthma oder der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) anhand von Stimmveränderungen feststellen lassen. Langfristig könnte dafür eine Smartphone-App genutzt werden. Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Fachzeitschrift "ERJ Open Research".

Gut zu wissen

Asthma und COPD zählen zu den häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen in Deutschland: Von Asthma sind hierzulande etwa 3,5 Millionen Menschen betroffen. Etwa 6,8 Millionen sind an COPD erkrankt.

Stimme verändert sich bei einem Schub

Bei Asthma und COPD können sich die Beschwerden plötzlich deutlich verschlimmern. Solche akuten Verschlechterungen (sogenannte Exazerbationen) gehen häufig mit stärkerer Atemnot, Husten und vermehrtem Auswurf einher. Sie können gefährlich werden und erfordern oft eine rasche Behandlung.

Für die Studie nahmen 73 Menschen mit Asthma oder COPD, die im Durchschnitt 62 Jahre alt waren, ihre Stimme zwölf Wochen lang täglich mit einer speziell entwickelten App auf. Sie nahmen dabei zuerst einen langen Vokal auf ("A") und lasen dann einen kurzen Text vor oder beantworteten eine Frage. Zusätzlich dokumentierten sie täglich ihre Beschwerden.

App erkannte typische Veränderungen

Dabei zeigte sich, dass sich die Stimme bereits am ersten Tag einer Verschlechterung messbar veränderte. Sie klang unter anderem rauer und keuchender, zudem änderten sich Tonhöhe, Sprechpausen und Stimmqualität. Besserten sich die Symptome, normalisierten sich auch diese Merkmale wieder.

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Zu diesen Veränderungen kommt es, weil sich während eines Schubs die Atemwege verengen. Dadurch ist der Luftstrom durch die Stimmbänder beeinträchtigt, sodass diese weniger gleichmäßig schwingen, was sich über die Stimme wahrnehmen lässt.

Das sind die Top-Fragen des Tages:

KI soll Warnzeichen noch früher entdecken

Auf Basis der Daten entwickelten die Wissenschaftler außerdem KI-Modelle, die eine bevorstehende Verschlechterung möglicherweise bereits bis zu drei Tage vor dem Auftreten erster Symptome erkennen können. Diese Technologie wird derzeit in weiteren Studien überprüft.

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