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Bei VW-Tochter Cariad sollen weitere 1.000 Jobs wegfallen

Wirtschaft

Stand: 01.10.2026 07:41 Uhr

Der Sparkurs im VW-Konzern trifft jetzt auch die Softwaretochter Cariad: Dort sollen rund 1.000 weitere Stellen abgebaut werden, was etwa einem Viertel der Belegschaft entspricht. Auch sollen Tarifverträge gekündigt worden sein.

Bis wann die Stellen abgebaut werden sollen und wie, ist derzeit noch offen. Zuerst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Dem Bericht zufolge sollen die Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung am Mittwoch von den Plänen erfahren haben. Das Unternehmen will so die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu externen Softwareanbietern halten, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer der Betriebsversammlung. Ein Cariad-Sprecher wollte die Informationen auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren.

Tarifverträge gekündigt - wie bei Volkswagen-Marke

Außerdem berichtet das "Handelsblatt", dass Cariad mehrere Tarifverträge gekündigt hat, um Regelungen neu zu verhandeln. Auch VW hat am Mittwoch einen solchen Schritt angekündigt - dort soll unter anderem der Manteltarifvertrag gekündigt werden. Des Weiteren steht in einem internen Papier, aus dem das "Handelsblatt" zitiert, dass Cariad seine Investitionen von 2027 bis 2031 um rund 6,1 Milliarden Euro kürzen soll. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts soll die Softwaretochter weitere 400 Millionen Euro zur angestrebten Verbesserung des operativen Konzernergebnisses beitragen.

VW-Konzern nutzt Software von externen Partnern

Cariad sollte einst große Teile der Software für den gesamten VW-Konzern selbst entwickeln. Wegen Problemen bei wichtigen Projekten tauschte der Konzern vor drei Jahren die Cariad-Führung aus und änderte den Kurs. VW-Konzernchef Oliver Blume setzt anders als sein Vorgänger auf Kooperationen mit externen Partnern wie Rivian aus den USA und Xpeng aus China. Der Fokus bei Cariad liegt jetzt unter anderem auf der Entwicklung von Schlüsseltechnologien wie Fahrdynamik-Software, Cloud-Anwendungen und Infotainment-Systeme.

Das Tochterunternehmen hatte bereits in den Vorjahren stellen abgebaut. 2023 arbeiteten noch 6.500 Beschäftigte bei Cariad, aktuell sind es rund 4.300.

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