Beinahe-Katastrophe: Flydubai-Co-Pilot wollte offenbar Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv treffen
Auch der US-Sender CNN berichtet, dass es der mutmaßliche Angreifer wahrscheinlich auf den Flughafen Ben Gurion abgesehen hatte. Er stützt sich dabei auf einen israelischen Beamten und eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle. Demnach halten die Vereinigten Arabischen Emirate, die Ermittlungen eingeleitet haben, Israel über den Stand der Untersuchungen auf dem Laufenden. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Es gebe noch offene Fragen hinsichtlich der Absichten des mutmaßlichen Angreifers, hieß es. Die israelische Regierung geht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag aus.
Beim Flug der emiratischen Gesellschaft Flydubai hatte am vorigen Mittwoch der Co-Pilot seinen Kollegen angegriffen. Dieser schaffte es trotz schwerer Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Passagiere überwältigten den Täter. Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk.
US-Medien hatten vor ein paar Tagen berichtet, dass der Co-Pilot, der israelischen Angaben zufolge aus Oman stammt, wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft in Oman entlassen worden sei.
Nach Informationen von ABC News war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Co-Pilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Er durfte demnach aber weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. CNN liegen ähnliche Informationen vor.
Co-Pilot offenbar zuvor mit Flugverbot belegt
Das Wall Street Journal schreibt unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut waren, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe.
Ermittler versuchen aktuell herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet wurde, für Flydubai zu fliegen. Der festgenommene Co-Pilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll Berichten zufolge mit den Ermittlungsbehörden kooperieren.
Unterdessen teilte die neuseeländische Polizei mit, dass der Co-Pilot sich vor sieben Jahren in Neuseeland aufhielt, um dort Abschnitte seines Flugtrainings für ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen zu absolvieren. Im Zeitraum von November 2018 bis Mai 2019 hatte er dafür ein Studentenvisum.