Beispiellose Operation: In der Region Cherson spüren neue autonome ukrainische Meeresdrohnen russische Streitkräfte auf und greifen sie an
Bei Salisnyj in der besetzten Region Cherson haben ukrainische Marinesoldaten FPV-Drohnen von autonomen Barracuda-Booten aus eingesetzt. Ziel waren russische Boote, die nach ukrainischen Angaben Personal transportierten. Trotz des Verlusts eines Barracuda-Bootes störte der Einsatz nach ukrainischer Darstellung die feindlichen Bewegungen. FPV-Drohnen treffen russische Boote Ukrainische Aufklärung hatte laut der französischen Zeitung „L’Indépendant“ russische Kräfte nahe dem Hafen beobachtet. Daraufhin schickte die 40. selbstständige Marinebrigade mehrere unbemannte Überwasserfahrzeuge, sogenannte USVs, in Richtung des Einsatzgebiets. Die Barracuda-Boote sollten die FPV-Drohnen möglichst nah an ihre Ziele bringen. Die russischen Streitkräfte versuchten, den Vorstoß zu stoppen. Dabei wurde nach Angaben der ukrainischen Brigade eines der Boote zerstört. „Defense Express“ ein ukrainisches Fachmedium für Militär- und Sicherheitsthemen, berichtet, dass Russland dafür vier Lancet-Munitionen eingesetzt habe. Die übrigen Barracuda-Plattformen erreichten ihre vorgesehenen Startpositionen. Von dort aus starteten die ukrainischen Operatoren die FPV-Drohnen und griffen die russischen Boote an. 4 bis 8 FPV-Drohnen pro Boot möglich Erstmals wurde die Barracuda-Plattform 2025 öffentlich vorgestellt. Sie ist für Einsätze in Küsten- und Flussgebieten ausgelegt. Je nach Ausführung kann sie Aufklärung betreiben, Munition transportieren, Minen verlegen oder als Kommunikationsrelais dienen. Einige Varianten sind als Träger für FPV-Drohnen konfiguriert. Sie können zwischen 4 und 8 Fluggeräte aufnehmen. Andere Modelle verfügen über ferngesteuerte Waffenstationen, elektronische Kampfsysteme oder Sprengladungen. Teilweise sollen auch Maschinengewehre und Systeme zur KI-gestützten Zielerfassung eingesetzt werden.