Bekannt aus „Es“ und „Rocky Horror Picture Show“ - Schauspieler Tim Curry ist tot
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Der weltbekannte Schauspieler Tim Curry ist tot. Das teilte seine langjährige Agentin Marcia Hurwitz mit. Demnach sei er am Dienstagabend gestorben.
Curry hatte bereits seit mehr als einem Jahrzehnt mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Jahre 2012 erlitt er einen schweren Schlaganfall, von dem er sich „seit geraumer Zeit erholt“, wie er vergangenes Jahr gesagt hatte.
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Geboren 1946 trat Timothy James „Tim“ Curry 1968 im Musical „Hair“ auf. Dabei lernte er den Autor und Komponisten Richard O’Brien kennen. Curry spielte Theater, unter anderem bei der legendären Royal Shakespeare Company, und trat dann ab 1973 für ein neues Musical an, das Richard O’Brien geschrieben hatte. In der Rolle des Transvestiten Dr. Frank N. Furter vom Planeten Transsexual, der sich als Exzentriker in einem Schloss mit seltsamen Leuten umgibt, ein harmloses Paar becirzt, tanzt, Songs singt, wild umherhüpft und mit Frau und Mann ins Bett geht, wurde er schnell berühmt.
„The Rocky Horror Picture Show“ wurde 1975 mit Curry verfilmt. Ursprünglich kein Erfolg, entstand nach und nach ein Kult um den Film, weil manche Fans einfach immer wieder hingingen. Jahrzehntelang gestalteten Fans die Filmvorstellungen als Happening, verspritzten Wasser, wenn es auf der Leinwand regnete, schmissen Reis, tanzten bei „Let’s do the time warp again“ und saßen nicht selten in Strapsen im Kinosessel. Tim Curry riss einfach alle mit.
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Die Mitternachtsvorstellungen des Underground-Kinos wurden durch „Rocky Horror“ zu fröhlichen Partys. In manchen Kinos lief der Film jahre- und jahrzehntelang, auch in Deutschland. Im Münchner „Museum Lichtspiele“ wird der Film seit Juni 1977 jede Woche gezeigt, längst im eigens dafür ausgestatteten „Kino 2“, bis heute.
Ganz große Rollen blieben dann aus, obwohl er in die USA ging. 1990 spielte er in gleich zwei wichtigen Filmen mit. In „Jagd auf Roter Oktober“ brillierte er als tumber Russe an Bord des U-Boots, in „Es“ spielte er den dämonischen Clown Pennywise, der aus der Kanalisation heraus sein Unwesen treibt.
Nebenrollen verlieh er Größe, als machtversessener Kardinal Richelieu in „Die drei Musketiere“ oder als hinterlistiger Hotel-Portier in „Kevin - Allein in New York“. „Ich spiele gerne die kurioseren Seiten des menschlichen Geistes und Verhaltens, auch weil sie ein bisschen interessanter sind“, sagte Curry 1993. Am Broadway in New York gehörte Curry zu den Superstars. Als Mozart in „Amadeus“ oder als King Arthur in „Spamalot“ feierte er große Erfolge. Auch am Londoner West End stand er regelmäßig auf der Bühne. Obendrein versuchte er sich als Popstar.
2012 brach Tim Curry in seinem Haus in Los Angeles wegen eines Schlaganfalls zusammen. Teilweise gelähmt saß der Schauspieler fortan im Rollstuhl und mied teils die Öffentlichkeit. Er arbeitete jedoch weiter als Sprecher. Als die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er als Hörbuch einsprach.
lay/krei, dpa, AFP